Postvertrag mit dem Weihnachtsmann

Kanadas Weihnachtsmann auf BriefmarkeEr ist ja bekanntlich ein umtriebiger Herr, der Weihnachtsmann. Seine allj√§hrliche Geschenkauslieferung l√§sst so ziemlich jeden Paketdienst blass aussehen, und gegen Burnout, Warnstreik oder Stau scheint er auch gefeit. Nun ja, da sind eben andere Kr√§fte im Spiel. Ganz diesseitig ist jedoch die Abmachung, die der Weihnachtsmann mit der kanadischen Postverwaltung geschlossen hat: Kinder, die ihre Briefe an Santa schicken, brauchen ihre Belege nicht freizumachen. Das ist nun wirklich der uneigenn√ľtzigste Postvertrag, den man sich vorstellen kann. Leider gilt dieser Service nur innerhalb Kanadas. Der europ√§ische Nachwuchs k√∂nnte sich also h√∂chstens √ľber Onkels und Tanten aus Kanada, die vor Ort ihre Schreiben einwerfen, an diesem weihnachtlichen Schriftwechsel beteiligen.

Die Anschrift lautet: Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Canada.

Noch ein paar erg√§nzende Informationen f√ľr die erwachsenen Leser: Die Briefe an den Weihnachtsmann sind eine gef√∂rderte Initiative im Zusammenschluss mit Schulen und Bildungsst√§tten. Kinder sollen motiviert werden, selbst einmal zu Stift und Briefpapier zu greifen. Daher unterst√ľtzt die Kanadische Post die Idee so gro√üz√ľgig und √ľbernimmt die Bef√∂rderung unentgeltlich. Insgesamt investieren dar√ľber hinaus aktive und pensionierte Postbeamte rund 225.000 Stunden Arbeitszeit, um die gesch√§tzt eine Million Briefe der Kinder zu beantworten. Rund 9000 ehrenamtliche Elfen beteiligen sich an der Aktion.

Authored by: Jan Sperhake

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert