Grenzenloses Kanada

Ende M√§rz 2014 erschienen¬†f√ľnf neue Dauerserienmarken in Kanada, die verschiedenen faszinierende Weltnaturerbest√§tten des Landes gewidmet sind. Die UNESCO hat bisher 17 kanadische Objekte zu Welterbest√§tten erkl√§rt, von denen neun dem Weltnaturerbe angeh√∂ren.
Die erste Briefmarke zeigt eine Landschaft aus dem Gros Morne Nationalpark, der sich an der Westk√ľste Neufundlands zwischen dem St.-Lorenz-Strom und den Long Range Mountains befindet. Seit 1987 geh√∂rt das 1805 Quadratkilometer gro√üe Gebiet bereits zum Weltnaturerbe. Es ist eine raue Landschaft, die schon seit 4500 Jahren besiedelt ist. Inuits, Indianer, Wikinger, europ√§ische Fischer und Walf√§nger pr√§gten das Bild dieser Landschaft, das von einem Hochplateau bestimmt wird. Um den 806 Meter hohen Gros Morne breitet sich Tundra aus, die von mehreren Wasserl√§ufen durchzogen wird. Moorseen und Mor√§nen z√§hlen des Weiteren zu den typischen Landschaftsformen des Nationalparks. Das vorherrschende subarktische Klima brachte das s√ľdlichste Tundragebiet der Welt hervor, in dem Karibus, Polarhasen, Schneeh√ľhner und Eisf√ľchse zu Hause sind. Die Gesteinsschichten erlauben ausgezeichnete Einblicke in die Geschichte unseres Planeten.

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F√ľnf neue Dauermarken widmete Kanada im M√§rz der atemberaubenden Natur des eigenen Landes.

Die Wasserl√§ufe enden in langgestreckten Fjorden, die in der letzten Eiszeit entstanden sind. Steile K√ľstenberge, Klippen und Wanderd√ľnen sind f√ľr die K√ľsten kennzeichnend. Im Wasser tummeln sich Seehunde, die Fischgr√ľnde z√§hlen zu den ergiebigsten des Globus. Besonders beeindruckend ist der See Western Brook Pont, ein von 600 Meter hohen Steilw√§nden umschlossenes Binnengew√§sser.

Die Fossilienklippen von Joggins in der Provinz Nova Scotia rief die UNESCO 2008 zum Welterbe aus. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts sind die Funde bekannt, die so zahlreich sind, dass die St√§tte den Beinamen ‚ÄěGalapagos der Kohlezeit‚Äú erhalten hat. Darwin nutzte bei seinen Erkenntnissen die Funde von Joggins bereits.
Das Gebiet umfasst rund sieben Quadratkilometer und liegt an der K√ľste der Bay of Fundy, an der versteinerte Baumst√§mme eines Regenwaldes liegen. Auch die ehemaligen Bewohner des Waldes wie Reptilien oder fr√ľhe Nabeltiere aus der Zeit des Karbons vor 354 bis 290 Millionen Jahren sind h√§ufig. Man fand Fossilien aus drei √Ėkosystemen, einer M√ľndungsbucht, einer √úberschwemmungsebene mit Regenwald und einer feueranf√§lligen, bewaldeten √úberschwemmungsebene mit S√ľ√üwasserteichen. Bisher wurden Fossilien von 96 Gattungen und 148 Arten geborgen …

Den kompletten Artikel von Dietrich Ecklebe finden Sie in der DBZ 14/2014, die Sie aktuell im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Kennen Sie schon unsere neuen Abo-Prämien?

Authored by: Udo Angerstein

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