Eine Stimme wie aus schwarzem Samt

Eine Stimme wie aus schwarzem Samt

Edith Piaf auf belgischer Briefmarke von 1999Von ihrer „Stimme wie aus schwarzem Samt“ zeigte sich Jean Cocteau hingerissen: Edith Piaf, der „Spatz von Paris“, gilt als die wohl berĂŒhmteste SĂ€ngerin Frankreichs. Mit Chansons wie „Milord“ oder „La vie en rose“ brannte sie sich in das GedĂ€chtnis der „Grande Nation“ ein. Edith Piaf hatte prĂ€gte die französische Chansonszene wie keine andere, nicht allein durch zahlreiche Liebschaften. Ihr Talent wurde schon in frĂŒher Jugend erkannt, als sie auf der Straße sang, um Geld zu verdienen.  Kaum hatte ihre Karriere begonnen, schien sie auch schon beendet, als sie des Mordes an ihrem Entdecker und Mentor, dem Kabarettbesitzer Louis LeplĂ©e verdĂ€chtigt wurde. Nach 48 Stunden in Polizeigewahrsam wurde sie entlassen, verließ Paris jedoch fĂŒr zwei Jahre. Ihr Ansehen war durch den Verdacht der Verstrickung in den Mord beschĂ€digt. Dieses Auf und Ab begleitete sie ihre ganze Karriere ĂŒber.

Schon frĂŒh litt sie an gesundheitlichen Problemen. Sie behandelte unter anderem eine Arthritis mit starken und ĂŒberdosierten Medikamenten. Der Ruf des Drogen- und Alkoholmissbrauchs ließ nicht lange auf sich warten. Sie musste in der Tat mehrere Entzugskuren ĂŒber sich ergehen lassen. Ebenso sorgten einige ihrer Liebschaften fĂŒr Schlagzeilen. Neben einer kurzen Beziehung mit dem bekannten Radrennfahrer Louis GĂ©rardin sowie dem SĂ€nger Georges Moustaki sorgte die Ehe mit dem um zwanzig  Jahre jĂŒngeren SĂ€nger ThĂ©o Sarapo fĂŒr den letzten großen Skandal in ihrem Leben.


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Edith Piaf auf französischer Briefmarke von 1990Am 10. Oktober 1963 – im Alter von nur 47 Jahren – verstarb Edith Piaf vereinsamt an den Folgen einer Leberzirrhose in einem Landhaus an der CĂŽte dÂŽAzur. Da es ihr letzter Wille gewesen sein soll, in Paris zu sterben, ĂŒberfĂŒhrten Bekannte ihren Leichnam in einer illegalen Aktion nach Paris. Dort wurde nachts ein Arzt aus dem Bett geklingelt, der sich bereit erklĂ€rte, einen Totenschein mit falschem Sterbeort und Zeitpunkt auszustellen. Das war die letzte dramatische Szene eines bewegten Lebens. Ihr Grab auf dem CimetiĂšre du PĂšre-Lachaise in Paris wird bis heute regelmĂ€ĂŸig mit frischen Blumen geschmĂŒckt. Möglicherweise hören Sie zu Edit Piafs Todestag ihren bekanntesten Song „Non, je ne regrette rien – Nein, ich bereue nichts“. Edith Piafs Andenken wird auch in der Welt der Philatelie gewahrt. Briefmarken, die an sie erinnern, wurden unter anderem von Frankreich, Belgien und den USA herausgegeben. Martin Gloger

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Authored by: mgloger

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