Krise am Schwarzen Meer

Festung Bomarsund auf Briefmarke von Aland

Die Ruine von Bomarsund auf Åland ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Im Krimkrieg zerstörte ein britisch-französisches Geschwader 1854 die russische Osteefestung (MiNr. 254).

Eine im Schwarzen Meer gelegene Halbinsel wird immer wieder Schauplatz von Konflikten. Als Russland im Jahre 1853 versuchte, das Osmanische Reich entscheidend zu schw√§chen, stellten sich einige europ√§ische M√§chte mit ihren Truppen auf die Seite der T√ľrken. Da eine Vielzahl der Gefechte auf der Krim ausgetragen wurde, gingen die K√§mpfe als der Krimkrieg in die Geschichte ein. Zahlreiche Sondermarken erinnern an diesen blutigen Konflikt. Doch auch nach dem Pariser Frieden, der den Krimkrieg beendete, blieb die Halbinsel ein Pulverfass. Die Weltkriege und der russische B√ľrgerkrieg nach der Revolution f√ľhrten immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen ‚Äď bis heute.

Stand der Dinge

Aufgrund des politischen Umsturzes in der Ukraine erkl√§rten prorussische Aktivisten auf der Halbinsel am 2. M√§rz 2014 die Abspaltung von dem osteurop√§ischen Mutterland. Teile der russisch-st√§mmigen Bev√∂lkerung auf der Krim wollten die ukrainische √úbergangsregierung nicht akzeptieren. Am 26. Februar stie√üen die politischen Gegner erstmals vor dem Parteigeb√§ude der regionalen Hauptstadt aufeinander. Einen Tag sp√§ter belagerten die Demonstranten, die sich f√ľr eine Anbindung an Russland engagierten, das Regierungsgeb√§ude. Seitdem kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Und wieder spielen dabei die verschiedenen Ethnien eine Rolle. Leidtragende der russischen Interventionen sind insbesondere die Krim-Tartaren, direkte Nachfahren der turkst√§mmigen Mongolen.

Westliche Intervention

Vor 160 Jahren, am 27. M√§rz 1854, griffen England und Frankreich in den Konflikt auf der Krim ein. Die regionale Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Osmanischen Reich entwickelte sich zu einem europ√§ischen Konflikt, der auch in der Ostsee und Ostasien ausgetragen wurde. Ausgangspunkt war, dass der Sultan in Istanbul Probleme hatte, den Zusammenhalt des Vielv√∂lkerstaats zu bewahren, man sprach auch vom ‚Äěkranken Mann am Bosporus‚Äú. Diese Schw√§che wollte Russland nutzen und seinen Einfluss immer weiter nach S√ľden ausweiteten. Es trat als Schutzmacht der Balkanv√∂lker auf, die danach strebten, die Oberherrschaft des Osmanenreiches abzusch√ľtteln …

Den kompletten Artikel von Stefanie Kratzsch lesen Sie in der DBZ 8 /2014, die Sie aktuell im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Interessieren Sie sich f√ľr ein Abonnement?¬†

Authored by: Stefanie Dieckmann

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