Staat im Staate

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Belege der KZ-, Lager- und Ghettopost 

Die Bestimmungen √ľber die Bestellung nationalsozialistischer Zeitungen waren √ľber Jahre bis auf unbedeutende Nuancen gleich. Eine Ausnahme bildete der Auszug aus der Lagerordnung f√ľr Post aus dem KZ Dachau in den Jahren 1939/40, in dem es kurz und knapp hei√üt: ‚ÄěZeitungen sind nicht gestattet‚Äú.

Bis heute gibt es allerdings nur einen vagen Hinweis auf die Bestellung von Zeitschriften durch polnische H√§ftlinge des KZ Dachau vom Juni 1942. Zu diesem Zeitpunkt sollen 69 Personen im Block 16 des KZ Zeitungen und Zeitschriften bestellt haben. Inwieweit das den Tatsachen entsprach und wie die praktische Abwicklung des Abonnements erfolgte, ist nicht bekannt. Wie zum Beispiel erhielt der H√§ftling durch wen die Lieferung? Wo bewahrte er die Zeitungen auf? Konnte er sie an andere Personen weitergeben? Wurden die Zeitungen nach dem Lesen wieder eingesammelt? √úber Jahrzehnte hinweg wurde nirgendwo ein Streifband abgebildet, sodass die M√∂glichkeit des Zeitungsbezuges durch H√§ftlinge lange mehr oder weniger als Fiktion galt …

Den kompletten Beitrag von Claus Gei√üler, Teil einer mehrteiligen Serie zur Postgeschichte im¬†System des Terrors 1933 ‚Äď 1945¬†lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Deutschen Briefmarken-Zeitschrift.¬†Die¬†DBZ 24/2015 ist in Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen erh√§ltlich.¬†Abonnenten erhalten ihre DBZ immer etwas fr√ľher als die Einzelk√§ufer.

Authored by: Udo Angerstein

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