Zinnober Zacke: Start mit Nummer 242

Zinnober Zacke: Start mit Nummer 242

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Die erste DDR-Briefmarke hat im Katalog die Nummer 242 (links) – die Nummern 1 bis 241 findet man unter „Sowjetische Besatzungszone“ (rechts).

Oho. In einem Briefumschlag mit DDR-Briefmarken fand ich eine Briefmarke, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Ich wollte sie im Katalog finden. Wie mir Dr. Phil immer gesagte hatte, schaute ich als erstes auf das Land. Hier stand „Deutsche Post“ drauf. Naja, als Dr.-Phil-geschädigter Mensch weiß ich natürlich, dass „Deutsche Post“ vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg auf den deutschen Briefmarken stand.

Aber halt gleich in allen drei groĂźen deutschen Sammelgebieten: Bundesrepublik, DDR und Berlin. Und natĂĽrlich auch auf den Marken der amerikanischen und britischen Besatzungszone sowie der sowjetischen Besatzungszone, aus denen dann die Bundesrepublik und die DDR wurden.

Na toll, das kann ja heiter werden. Da habe ich ja jede Menge Katalogseiten durchzuwĂĽhlen!

Da die Marke in einem Umschlag mit DDR-Briefmarken steckte, fing ich mit der DDR an. Das ging dann aber doch recht schnell, denn ich stellte fest, dass nur vier DDR-Briefmarken die Inschrift „Deutsche Post“ zeigen. Und was muss ich sehen: Meine Briefmarke ist die allererste DDR-Briefmarke! – Was mich allerdings wundert: Die Marke hat im Katalog die Nummer 242. Wieso fangen die nicht mit der 1 an?

Dr. Phil erklärte mir das: Die Nummern 1 bis 241 stehen unter „Sowjetische Besatzungszone“, daraus ist die DDR ja hervorgegangen. Und viele der Marken der Sowjetischen Besatzungszone blieben ja auch noch nach Gründung der DDR gültig und wurden neben den DDR-Briefmarken verwendet. Nach der Staatsgründung dauerte es mehrere Monate, bis die ersten Dauermarken erschienen. Bis dahin gab es „nur“ Sondermarken.

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Inschrift „Deutsche Post“ und „Deutsche Demokratische Republik“ in einem Block zusammengefasst!

Dr. Phil informiert:

Zinnober schreibt von vier DDR-Briefmarken mit der Inschrift „Deutsche Post“. Das ist falsch. Um genau zu sein: 1950 erschien noch einmal eine Briefmarke in einem Block, die bereits 1949 erschien, jetzt aber eine Farbänderung verpasst bekam. Und 1952 wurde die Dauerserie „Persönlichkeiten“ noch einmal neu aufgelegt. Auch die zu DDR-Zeiten gedruckten Marken hatten die Inschrift „Deutsche Post“. Dann kam die Inschrift „Deutsche Post“ 1990 noch einmal zum Einsatz, und zwar für 21 nach Einführung der DM herausgegebenen Briefmarken.

Zinnobers Marke ist nicht gut gestempelt. Man kann kein Datum und keinen Ort erkennen. Sie ist ja keine besonders teure Briefmarke, aber gestempelt kostet sie dennoch ein Mehrfaches des Preises für ungebrauchte Marken. Klar ruft das Fälscher auf den Markt. Und Zinnobers Marke ist nicht prüfbar, weil man vom Stempel so wenig erkennt. Manche Sammler verwenden solche Stücke als Lückenfüller im Album, bis ein besseres Exemplar gefunden ist.
Das Sammelgebiet „Bundesrepublik Deutschland“ beginnt im Michel-Katalog übrigens auch nicht mit der 1, sondern mit der 111. Die Kataloghersteller machen damit deutlich, dass die fehlenden Nummern eigentlich schon zur Sammlung gehören. Aber das entscheidet wie immer jede Sammlerin und jeder Sammler für sich.


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Authored by: BMS-Redaktion

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