Symbol der Freiheit und des Friedens

luxemburgischer Sonderstempel zum Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren‚ÄěDer Kaiser hat die allgemeine Mobilmachung angeordnet.‚Äú Das verk√ľndete die Frankfurter Zeitung am zweiten August 1914. Eine Vielzahl junger Leute feierte an diesem Tag die deutsche Mobilmachung, indem sie singend durch die Stra√üen zogen. Vier Jahre sp√§ter, als der Krieg endlich zu Ende ging, war die Stimmung in Deutschland, Europa und der ganzen Welt eine ganz andere.
Eine der ersten Kriegshandlungen der deutschen Truppen war die Besetzung der Stadt Luxemburg am 2. August 1914. Das Land war bis zum Ende des Krieges besetzt und sp√ľrte so vier Jahre lang die Schrecken des Krieges am eigenen Leib. Ein Teil des deutschen Nachschubes zog quer durch das Land. Die Bev√∂lkerung hungerte, da man Vorr√§te nach Lothringen verkaufte. M√ľtter h√∂rten das Kriegstreiben in Verdun mit ihren eigenen Ohren und beteten f√ľr ihre S√∂hne, die sich freiwillig zur franz√∂sischen Fremdenlegion gemeldet hatten. 1916 hatte sich schlie√ülich eine breite soziale Bewegung gebildet. 1917 folgten Streiks, die von der deutschen Reichswehr blutig niedergeschlagen wurden.

Die luxemburgische Post erinnert am 2. August an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges mit der Ausgabe eines Briefmarkenbogens sowie eines Sonderstempels. Der Stempel zeigt die Goldene Frau in Luxemburg-Stadt. Die Statue, die an der Spitze eines Obelisken angebracht ist, wurde urspr√ľnglich f√ľr die Luxemburger errichtet, die freiwillig in den franz√∂sischen und belgischen Truppen gedient und ihr Leben gelassen hatte. Auch heute noch ist die Goldene Frau ein Symbol der Freiheit, des Friedens und des Widerstands, gedenkt jedoch auch der Opfer des Zweiten Weltkrieges und des Koreakrieges. An diesem Samstag, dem Jahrestag der Mobilmachung, ist dieser Sonderstempel am Sammlerschalter der Stadt Luxemburg erh√§ltlich. Haben Sie ein Abonnement bei ‚Äěmeng.post.lu‚Äú abgeschlossen, finden Sie den Briefmarkenbogen in der Abo-Lieferung.

Authored by: Stefanie Dieckmann

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