Lachs und Luchs willkommen

R√ľckkehrer bereichern unsere Fauna

Wiederansiedlung der Meerforelle auf Briefmarke von 2014

Weniger bekannt als der Lachs, der bereits am 2. Januar auf einer Sondermarke erschien, aber von Anglern ebenso gesch√§tzt ist die zwischen Salz- und S√ľ√üwasser pendelnde Meerforelle, Motiv der Ausgabe vom 4. Dezember.

√úber einen langen Zeitraum ist unsere Tierwelt immer √§rmer geworden. R√ľcksichtslose Bejagung, Zersiedelung der Landschaft, Zerst√∂rung nat√ľrlicher Lebensr√§ume und unkontrollierter Einsatz von Herbiziden haben die √úberlebenschancen vieler Tierarten zunehmend gef√§hrdet oder gar zu deren Aussterben gef√ľhrt. Trotz gewachsenen Umweltbewusstseins weist die letzte, 2009 ver√∂ffentlichte Rote Liste f√ľr Deutschland immer noch 28 Prozent der Wirbeltierarten als bestandsgef√§hrdet aus; weitere acht Prozent gelten als ausgestorben oder verschollen.¬†Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, haben Natursch√ľtzer schon viele Anstrengungen unternommen. √Ąltere Leser erinnern sich vielleicht noch daran, dass Biber und Kolkrabe im deutschsprachigen Raum einmal fast ausgerottet waren. Um 1940 bangte man um die letzten Raben in Schleswig-Holstein, und vom Biber gab es zum Kriegsende nur noch eine kleine Population an der Elbe in Sachsen-Anhalt. Mit Schutzprogrammen und Auswilderungen konnten sich binnen weniger Jahrzehnte tragf√§hige Best√§nde beider Tierarten entwickeln, die heute in fast ganz Deutschland, in √Ėsterreich und der Schweiz wieder heimisch sind.

Ankn√ľpfend an diese Erfolge gab und gibt es ‚ÄĒ eingebunden in die internationalen und nationalen Strategien f√ľr eine biologische Vielfalt ‚ÄĒ eine ganze Reihe von Vorhaben, um gef√§hrdeten oder hierzulande bereits verschwundenen Tierarten wieder geeigneten Lebensraum zu erschlie√üen. Manchmal reicht schon der Wegfall einstigen Verfolgungsdrucks, um die Populationen zuvor verdr√§ngter Arten zu st√§rken, die dann eine Wiederbesiedelung weiterer Landesteile nach sich zieht. Meist aber bedarf es aktiver Hilfe des Menschen, um Tiere wieder dauerhaft in fr√ľheren Verbreitungsgebieten ihrer Art anzusiedeln.

Die beiden Sondermarken ‚ÄěWiederansiedelung von Fischarten‚Äú w√ľrdigen in diesem Jahr mit Lachs und Meerforelle zwei Vertreter der anadromen Wanderfische. Das sind Fische, die aus dem Meer zum Laichen in die Oberl√§ufe der Fl√ľsse ziehen. F√ľr sie war nicht nur die inzwischen weitgehend √ľberwundene Verschmutzung der Fl√ľsse durch giftige Abw√§sser ein lebensbedrohliches Problem; Staustufen und Wehre hinderten sie vielfach auch am Erreichen ihrer Laichpl√§tze und damit an der Fortpflanzung.

Jahrhundertelang schwammen im Rhein mehr Lachse als in allen anderen Fl√ľssen Europas. Seit Mitte der 50er-Jahre aber galt der Atlantische Lachs in deutschen Fl√ľssen als ausgestorben. Obwohl er ein Hochsprungmeister ist, der mit bis zu drei Meter hohen Spr√ľngen kleine Wasserf√§lle, Stromschnellen und Wehre √ľberwinden kann, war er gegen moderne Staumauern machtlos. √Ąhnliche Probleme hatte die mit dem Lachs verwandte, fr√ľher in vielen Flie√ügew√§ssern Mitteleuropas verbreitete Meerforelle. Sie bleibt etwas kleiner als der Lachs und steigt nicht ganz so hoch in die Fl√ľsse auf wie dieser …

Den kompletten Artikel von Dieter Heinrich √ľber die Wiederansiedlung heimischer Tierarten finden Sie in der neuen¬†DBZ 25/2014¬†, die Sie aktuell im Bahnhofsbuchhandel bekommen. Abonnenten sparen sich den Weg und auch noch Geld…


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Authored by: Udo Angerstein

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