Literatur des Barock

Literatur des Barock

Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert wurde in deutschen Gelehrtenkreisen noch ĂŒberwiegend lateinisch gesprochen, geschrieben — und auch gedichtet. Diese Poesie war nur dem kleinen Kreis der Gebildeten zugĂ€nglich. Es herrschte das Vorurteil, die deutsche Sprache sei zu ungelenk, um große Gedanken und tiefe GefĂŒhle auszudrĂŒcken. In anderen europĂ€ischen LĂ€ndern, allen voran in Italien, hatte sich schon lĂ€nger die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Muttersprache auch in der Dichtung als einigendes Band der Nation wirken könne. Eine diesem Ziel verpflichtete italienische „Accademia“ war denn auch das Vorbild fĂŒr die erste deutsche Sprachgesellschaft, die am 24. August 1617 von einigen FĂŒrsten und Adligen in Weimar gegrĂŒndete „Fruchtbringende Gesellschaft“. Als deren Hauptziel schrieb man fest, „das man die Hochdeutsche Sprache in ihrem rechten wesen und stande, ohne einmischung frembder auslĂ€ndischer Wort, aufs möglichste und thunlichste enthalte, und sich sowohl der besten aussprache im reden, als der reinsten art im schreiben und Reime-Dichten befleißige“.

„Von der deutschen Poeterey“

Nach dem Vorbild der Fruchtbringenden Gesellschaft grĂŒndeten Georg Philipp Harsdörffer und Johannes Klaj 1644 in NĂŒrnberg den „Löblichen Hirten- und Blumenorden an der Pegnitz“.

Mit der Vertonung des von Martin Opitz nach einer italienischen Vorlage verfassten Textbuches schuf Heinrich SchĂŒtz 1627 die erste deutschsprachige Oper „Dafne“, MiNr. 573.

Ungeachtet der mannigfachen Schwierigkeiten, die der wenig spĂ€ter ausbrechende DreißigjĂ€hrige Krieg auch fĂŒr die kulturelle Zusammenarbeit mit sich brachte, entwickelte sich die Fruchtbringende Gesellschaft – die sich, ohne RĂŒcksicht auf das religiöse Bekenntnis, bald auch bĂŒrgerlichen Dichtern und Gelehrten öffnete — zur grĂ¶ĂŸten und einflussreichsten deutschen Sprachgesellschaft. In der Folgezeit entstanden weitere Gesellschaften mit Ă€hnlichen Zielen und zum Teil recht klangvollen Namen, so in Straßburg die „Aufrichtige Gesellschaft von der Tannen“, in Hamburg die „Deutschgesinnte Genossenschaft“, im holsteinischen Wedel der „Elbschwanenorden“ und in NĂŒrnberg der heute noch bestehende, auch als „Gesellschaft der PegnitzschĂ€fer“ bekannte „Pegnesische Blumenorden“. Wenn auch manche ihrer Ideen zum Ersatz von Fremdwörtern durch sprachliche Neuschöpfungen ĂŒber das Ziel hinausschossen, so kann doch die Rolle der Sprachgesellschaften fĂŒr die Reinhaltung der deutschen Sprache und das Herausbilden einer einheitlichen Literatursprache nicht hoch genug eingeschĂ€tzt werden.

Das AufblĂŒhen der Dichtkunst im 17. Jahrhundert

Der Reform der deutschen Sprache und Dichtkunst hatte sich auch ein Mann verschrieben, der erst auf dem Höhepunkt seines Schaffens in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen wurde: der Dichter und Literaturtheoretiker Martin Opitz (1597? 1639). Der im schlesischen Bunzlau Geborene sammelte bereits als Student in Frankfurt an der Oder und Heidelberg Gleichgesinnte um sich und erlangte durch seine Oden, Sonette, Epigramme und Übersetzungen einige Bekanntheit; so war er 1623 als erster Dichter deutscher Sprache in Wien von Kaiser Ferdinand II. zum „Poeta laureatus“ gekrönt worden. In die Literaturgeschichte aber ging Opitz mit seinem 1624 veröffentlichten „Buch von der deutschen Poeterey“ ein, in dem er seine programmatischen Vorstellungen zur Entwicklung von Sprache und Dichtung darlegte und feste Regeln fĂŒr das Versmaß aufstellte. Wenn er auch wie die meisten seiner Zeitgenossen glaubte, dass Poesie erlernbar sei, dass ein Gelehrter auch dichten können mĂŒsse, legte er mit diesem Werk doch die Grundlage fĂŒr eine bis ins 18. Jahrhundert wirkende literarische Bewegung, auf die noch die deutsche Klassik aufbaute. In einer Zeit der Glaubenskriege, die er in den „Trostgedichten in WiderwĂ€rtigkeit des Krieges“ geißelte, verstand es der nacheinander im Dienste von FĂŒrsten verschiedener Konfessionen stehende Opitz stets, sich seine religiöse UnabhĂ€ngigkeit zu bewahren. Der als „FĂŒrst und Adler aller deutschen Poeten“ gepriesene Barockdichter starb als Hofhistoriograph des polnischen Königs in Danzig an der Pest.

Ein rumĂ€nischer Sonderstempel zum 400. Geburtstag von Martin Opitz erinnerte 1997 an dessen Aufenthalt in SiebenbĂŒrgen 1622/23. FĂŒrst Gabriel Bethlen hatte den Dichter als Professor an die neu gegrĂŒndete Protes­tantische Akademie in Weißenburg (Alba Iulia) berufen. Seine EindrĂŒcke von Land und Leuten beschrieb Opitz in dem — nach seinem dortigen Lieblingsort benannten — Gedicht „Zlatna oder Von der Ruhe des GemĂŒts“.

GefĂŒhlsstarker, frĂŒhvollendeter Poet

Reichtum, Schönheit und Ausdruckskraft der deutschen Sprache fĂŒr die Dichtkunst zu erschließen, wie von Opitz gefordert, gelang von seinen Zeitgenossen wohl am besten dem Lyriker Paul Fleming (1609?1640). WĂ€hrend seines Medizinstudiums in Leipzig schon durch gefĂŒhlsstarke lateinische Gedichte aufgefallen, wandte er sich — von seinem Mentor angeregt — bald der deutschen Poesie zu. In kunstvollen Sonetten wie in schlichten, volksliedhaften Versen verstand er es, sowohl ausgelassene Lebensfreude als auch elegische Todesstimmung auszudrĂŒcken, wie ĂŒberhaupt Leben und Sterben, Diesseits und Jenseits vorherrschende Themen in der Dichtung dieser von Krieg und Zerstörung geprĂ€gten Jahrzehnte waren. PrĂ€gend fĂŒr Flemings Weltbild wie sein dichterisches Schaffen wurde aber auch seine Teilnahme an einer Expeditions- und Gesandtschaftsreise, die ihn im Auftrage des Herzogs von Holstein-Gottorf in den Jahren 1633?1639 zusammen mit seinem Freund Adam Olearius nach Russland und Persien fĂŒhrte. Die Strapazen dieser Reise hatten aber auch seine Gesundheit geschwĂ€cht. Nach seiner RĂŒckkehr promovierte er in Leiden noch zum Doktor der Medizin. Auf dem Wege nach Reval, wo er seine große Liebe gefunden hatte und sich als Arzt niederlassen wollte, erlag er — erst 30 Jahre alt — in Hamburg seiner Krankheit. Paul Fleming war ein stolzer, selbstbewusster Dichter: „Man wird mich nennen hören / Biß dass die letzte Glut diß alles wird verstören.“ Seine gesammelten deutschen Gedichte wurden postum von Olearius unter dem Titel „D. Paul Flemings Teutsche Poemata“ herausgegeben.

PortrĂ€t Paul Flemings auf einem Werbestempel seines Geburtsortes Hartenstein, dem er in der Elegie „An sein Vaterland“ diese Worte widmet: „Ach! daß ich mich einmahl doch wieder solt’ erfrischen an deiner reichen Lust / du edler Mulden-Fluß / Da du so sanffte gehst inn bergichten GepĂŒschen / da / da mein Harttenstein mier boht den ersten Kuß.“

 

Georg Philipp Harsdörffers wohl bekanntestes Werk „Poetischer Trichter. Die Teutsche Dichtkunst ohne Behuf der lateinischen Sprache in VI Stunden einzugießen“ wurde als „NĂŒrnberger Trichter“ zu einer sprichwörtlichen Bezeichnung fĂŒr formelhaftes, rein mechanisches Lehren und Lernen.

Adam Olearius (1599? 1671), der spĂ€ter Hofmathematiker und Bibliothekar am Gottorfer Hof war, hatte sich auf der Reise mit der persischen Literatur vertraut gemacht. Er ĂŒbersetzte Saadis Gedichtsammlung „Gulistan“ und einige von Lokmans Fabeln ins Deutsche und veröffentlichte sie unter dem Titel „Persisches Rosenthal“; eine Leistung, die noch Johann Wolfgang von Goethe in seinen Bemerkungen zum „West-östlichen Diwan“ anerkannte. Seine „Offt begehrte Beschreibung der Newen Orientalischen Reise“, ein bedeutendes ethnografisches Werk, trug ihm 1651 die Aufnahme in die Fruchtbringende Gesellschaft ein. Der wohl produktivste Dichter des Barockzeitalters war der als MitbegrĂŒnder des „Pegnesischen Blumenordens“ bekannte NĂŒrnberger Patrizier Georg Philipp Harsdörffer (1607?1658). Von ihm erschienen nicht weniger als 47 BĂ€nde, andere Quellen sprechen von ĂŒber 20000 Druckseiten. „Er pflage einen Bogen ZufĂŒllen u. also backwarm unter die Presse Zujagen“, schrieb der ebenfalls dichtende Sigmund von Birken 1662 ĂŒber seinen Kollegen, „sonder das concept zu limiren (feilen) oder 9 tage, zu geschweig Jahre, wie Horatius will, liegen Zulassen.“ Harsdörffers Feder entsprangen barocke Gedichte, SchĂ€ferlyrik, Spiel- und Konversationsliteratur wie die „Frauenzimmer-GesprĂ€chspiele“, aber auch Übersetzungen von Novellen aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen. Er war ein virtuoser Stilist, ein Meister der Klangmalerei und der AusschmĂŒckungen. Seine Theorien publizierte er in dem dreibĂ€ndigen „Poetischen Trichter“, worin er von einem Dichter forderte, „das Schöne schöner / das Abscheuliche abscheulicher / als es an ihm selbsten ist“ zu machen.
Von den fĂŒrstlichen Mitgliedern der Fruchtbringenden Gesellschaft zeichneten sich zwei Herzöge von Braunschweig-WolfenbĂŒttel durch ihre ausgeprĂ€gte, tĂ€tige Liebe zur deutschen Sprache und Dichtung besonders aus. Herzog August der JĂŒngere (1579?1666) war ein leidenschaftlicher BĂŒchersammler, der bei seinem Tode die mit ĂŒber 100000 BĂ€nden grĂ¶ĂŸte europĂ€ische Bibliothek hinterließ. Er schrieb ein Lehrbuch des Schachspiels, Werke ĂŒber Geheimschriften, ĂŒber Kirchengeschichte und pflegte einen ausgedehnten Briefwechsel mit GeistesgrĂ¶ĂŸen seiner Zeit. Sein Sohn Herzog Anton Ulrich (1633?1714) gab dem Theater in Braunschweig eine Heimstatt, förderte Kunst und Literatur und verfasste selbst geistliche Lieder, höfische Singspiele sowie zwei ausfĂŒhrliche barocke Staatsromane, die eine „rechte Hof- und Adelsschule“ sein wollten.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“

Die Gedenkmarke fĂŒr Friedrich Spee von Langenfeld thematisiert die zwei Schwerpunkte seines schriftlichen Wirkens: die Anklage gegen die Hexenprozesse mit dem Titelblatt der „Cautio Criminalis“ und das Liedschaffen mit einem Auszug aus der „Trutz-Nachtigall“, MiNr. 1503.

Konfessionell lagen Welten zwischen ihnen, dem Jesuitenpater und Moraltheologen Friedrich Spee von Langenfeld (1591?1631) und dem lutherisch-orthodoxen Prediger und Archidiakon Paul Gerhardt (1607?1676). Ihre Kirchenlieder aber, von denen viele heute noch lebendig sind, entsprangen der gleichen Herzensfrömmigkeit, der Liebe zu Gott und den Menschen, zur Natur und ihren Freuden. Friedrich Spee, der mit seiner mutigen Kampfschrift gegen die Hexenprozesse wesentlich zur Überwindung dieses Irrwahns beitrug, war der bedeutendste katholische Lyriker der Barockzeit. Seine in der Liedersammlung „Trutz-Nachtigall“ vereinigten 51 Lieder kĂŒnden von seinem Reichtum an emotionalen Empfindungen und ursprĂŒnglicher Freude am Leben. „Und ist die Meinung des Auctors darauff gegangen“, begrĂŒndete er seine Lieder in der Muttersprache, „dass auch Gott in deutscher Spraach seine SĂ€nger und Poeten hatte, die sein Lob und Namen eben als lieblich und poetisch als andere in anderen Spraachen singen und verkĂŒndten köndten“. Auch Paul Gerhardts Kirchenlieder, stolze 120 an der Zahl, sind Ausdruck individuellen Empfindens und religiöser Innigkeit. Die einfache Sprache, das Gottvertrauen und die fast naive GlĂ€ubigkeit, die aus Liedern wie „Befiehl du deine Wege“ oder „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ spricht, ließ mehrere davon zu Volksliedern werden.

„Lobet den Herren / Alle die ihn ehren“: Noten und Textanfang eines seiner Kirchenlieder flankieren das PortrĂ€t von Paul Gerhardt auf der Gedenkmarke zum 400. Geburtstag, MiNr. 2592.

Die politischen, gesellschaftlichen und geistigen UmbrĂŒche des 17. Jahrhunderts bildeten aber auch den NĂ€hrboden fĂŒr das Aufkommen einer neuen Mystik. Deren Streben trachtete nach einer persönlichen, nicht durch die vielerorts in toten Formeln erstarrte Institution Kirche vermittelte Beziehung des Menschen zu Gott. Dies ging einher mit sozialen Utopien, einer GeringschĂ€tzung materieller Werte zur Beförderung der Seligkeit — woraus sich spĂ€ter der Pietismus entwickelte — bis hin zu okkulten Vorstellungen und Praktiken. Von mittelalterlicher Mystik, naturphilosophischen wie pantheistischen Ideen war das Denken des Schlesiers Jakob Böhme (1575?1624) beeinflusst. Mit seinen in poetischer, bildhafter Sprache verfassten Schriften wirkte er ĂŒber seine Zeit hinaus; seine Ideen beeinflussten noch Dichtung und Philosophie der Romantik.

Sie machten WolfenbĂŒttel und Braunschweig zu kulturellen Zentren: Herzog Anton Ulrich und sein Vater, Herzog August der JĂŒngere, beide auch schriftstellerisch tĂ€tig, waren als Mitglieder der Fruchtbringenden Gesellschaft aktive Förderer der deutschen Sprache und Literatur.

Dichtung und Kirchenmusik

Renchen in Baden ehrte seinen einstigen Schultheißen Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen bereits in den Vierzigerjahren im Ortswerbestempel.

Der WĂŒrttemberger Theologe Johann Valentin Andreae (1586?1654) schrieb allegorische Dichtungen wie „Die Christenburg“ und entwarf
Vorstellungen fĂŒr eine alle Lebensbereiche umfassende „Generalreformation“. Seine „Chymische Hochzeit Christiani Rosenkreutz“ soll Anlass fĂŒr die Bildung des Geheimbundes der Rosenkreuzer gewesen sein. Mit Kabbalistik, der mystischen Erforschung der Bibel und der Suche nach dem Stein der Weisen beschĂ€ftigte sich der aus Schlesien stammende Liederdichter Christian Knorr von Rosenroth (1636?1689), der als Hofkanzler den Mittelpunkt des „Sulzbacher Musenhofes“ bildete. Sein Kirchenlied „Morgenglanz der Ewigkeit“ wird heute noch gesungen.
Hatten sich die Vertreter der neuen Kunstdichtung in den Wirren des DreißigjĂ€hrigen Krieges vorwiegend mit lyrischen oder dramatischen Werken — als philatelistisch leider nicht belegbares Beispiel seien dazu noch die Tragödien und Komödien von Andreas Gryphius (1624?1677) genannt — zu Wort gemeldet, so konnte sich in den ruhigeren Jahren nach den WestfĂ€lischen Frieden eine eigenstĂ€ndige deutsche Romanliteratur entfalten. Mit Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1621/22?1676) betrat eine ErzĂ€hlerpersönlichkeit von Weltrang die literarische BĂŒhne. Als ZehnjĂ€hriger war er in die HĂ€nde marodierender Söldner gefallen und hatte als Pferdeknecht, Soldat und Regimentsschreiber in verschiedenen Armeen alle Facetten des Krieges kennen gelernt. Aus der FĂŒlle seiner Erfahrungen schöpfend, beschrieb er mit realistischer Gestaltungskraft und hintergrĂŒndigem Humor das Leben der „kleinen Leute“.

Die Gedenkmarke zu seinem 300. Todestag zeigt ein Fabelwesen aus dem Titelkupfer seines Hauptwerkes „Der Abentheurliche Simplicissimus Teutsch“ von 1668, MiNr. 902.

Mit dem Roman „Der Aben­theuerliche Simplicissimus Teutsch“ und den nachfolgenden „Simplicianischen Schriften“ ĂŒber die „ErtzbetrĂŒgerin und Landstörtzerin Courasche“, den „seltzamen Springinsfeld“ und das „wunderbarliche Vogelnest“ schuf Grimmelshausen ein realistisches KolossalgemĂ€lde seiner Zeit.
Auf diesen Romanzyklus bezog sich der in der Nachfolge Grimmelshausens stehende volkstĂŒmliche ErzĂ€hler Johannes Beer (1655?1700) mit seinem Roman „Der Simplicianische Weltkucker“. Lebensbilder aus seiner oberösterreichischen Heimat beschrieb er in dem Doppelroman „Teutsche Winter-NĂ€chte“ und „Kurtzweilige Sommer-TĂ€ge“. Seiner parodistisch-satirischen Fabulierkunst ließ der als Konzertmeister am Weißenfelser Hofe angestellte Schriftsteller in Ritter- und Schelmenromanen wie „Ritter Hopffen-Sack von der Speck-Seiten“ freien Lauf. In Diensten des Herzogs von Sachsen-Weißenfels stand viele Jahre auch August Bohse (1661?1740), ein vielseitiger, erfolgreicher Unterhaltungsschriftsteller und Übersetzer. Unter dem Pseudonym „Talander“ verfasste er sowohl RhetorikhandbĂŒcher und Briefsteller als auch höfisch-galante Romane wie „Liebes-Cabinet der Damen“ oder „Amazoninnen aus dem Kloster“, die noch bis Mitte des 18. Jahrhunderts immer wieder aufgelegt wurden.

Text: Dieter Heinrich

Bildunterschrift Titelabbildung: Adam Olearius, hier auf einer Blockausgabe des Ascherslebener privaten Regionalpostdienstes Hartkopp, ĂŒbersetzte persische Dichtung ins Deutsche und verfasste die erste wissenschaftliche Reisebeschreibung in Deutschland.

Kontakt: Die Liebhaber schöngeistiger Literatur aller Epochen und Stilrichtungen finden in der Arbeitsgemeinschaft Literatur, Theater, MĂ€rchen zahlreiche Gleichgesinnte. Ansprechpartner ist Peter WĂŒrfel, Am Berler Kamp 146, 48167 MĂŒnster, Tel. 02506 / 1532, p.w.1101@ email.de.

Authored by: Stefan Liebig

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