Numismatik: Riesen als Wappenhalter
Die braunschweigischen Herzöge leisteten sich im 16. bis 18. Jahrhundert den Luxus einer umfangreichen Talerprägung mit allegorischen Bildern, sinnreichen Sprüchen meist in lateinischer Sprache und opulenten Wappendarstellungen. Alle diese Brillen-, Eintracht-, Glocken-, Hochzeits- und Reisetaler zusammenzubekommen, ist eine Lebensaufgabe. Sie sind in der numismatischen Literatur gut erfasst. Ab und zu bietet der Münzhandel die seltenen Sammelstücke an.
Unter ihnen befinden sich die Wildemann-Taler, auf denen Riesen mit einem Kranz aus Zweigen um die Lenden als Wappenhalter fungieren oder allein mit einer Tanne in den Händen zu sehen sind. Neben diesen Ausgaben gibt es ähnlich gestaltete Werte vom Gulden und halben Taler bis hinab zum Groschen. Hin und wieder sind Abschläge aus Gold im Angebot, die extrem teuer sind.
Übermenschliche Kräfte
Wilde Männer wurden als Halbmenschen angesehen. Die Lebensweise der urwüchsigen Waldbewohner flößte den Menschen sowohl Angst als auch Respekt ein, und man tat nach damaligem Volksglauben gut daran, sie nicht zu reizen, sondern sich ihrer Freundschaft zu versichern. Um den Wilden Mann drehen sich im Harz manche Sagen…
Was „wilde Männer“ auf braunschweigischen Talern bedeuten, erfahren Sie in der DBZ 18/2026. Das Heft ist am 9. September 2026 erschienen. Abonnenten erhalten es immer etwas früher und sparen auch noch Geld dabei.
Titelabbildung: Allein oder zu zweit kommen Wilde Männer auf zahlreichen braunschweigischen Münzen vor. Auf dem Taler von 1653 umschließt der Spruch „Alles mit Bedacht“ den Wächter mit der Tanne in der Hand. (Foto: Michael Caspar).
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