Zwischen zwei Welten: Pearl S. Buck

‚ÄěKinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.‚Äú
(Pearl S. Buck)

Pear S. Buck auf amerikanischer Briefmarke von 1983Als sie 1938 ‚Äěf√ľr ihre reichen und wahrheitsgetreuen epischen Schilderungen des chinesischen Bauernlebens…‚Äú als erste US-Amerikanerin den Nobelpreis f√ľr Literatur erh√§lt, kann Pearl S. Buck es selbst nicht glauben ‚Äď und muss zun√§chst in Stockholm anrufen. Die Entscheidung ist allerdings umstritten, viele Kritiker rechneten sie, weil sie so erfolgreich war, der Trivialliteratur zu. Au√üerdem war ihr gro√üer Erfolg ‚ÄěDie gute Erde‚Äú lediglich sieben Jahre vor der Verleihung ver√∂ffentlicht worden ‚Äď wurde allerdings 1932 auch gleich mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Die Regel, den Nobelpreis nur an Schriftsteller zu verleihen, die schon vorher mindestens einmal daf√ľr nominiert waren, gilt jedenfalls seitdem sie ihren Nobelpreis bekam und wird auch gerne als ‚ÄěLex Buck‚Äú bezeichnet.

Pearl Sydenstricker Buck wurde am 26. Juni 1892 als Tochter eines amerikanischen Missionars geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in China. In den USA studierte sie, arbeitete dann in China, bis sie 1934 endg√ľltig wieder in die USA √ľbersiedelte. Der Gegensatz zwischen den beiden Kulturen und der Wunsch, diesen Gegensatz zu √ľberbr√ľcken, bestimmten ihr Leben und Werk. Sie schrieb etwa 90 Romane, engagierte sich sehr f√ľr Toleranz und V√∂lkerverst√§ndigung und steckte einen gro√üen Teil ihrer Honorare in philanthropische Unternehmungen, so etwa in ein Hilfswerk f√ľr uneheliche amerikanisch-asiatische Kinder und in eine Stiftung f√ľr behinderte Kinder. Vor 40 Jahren, am 6. M√§rz 1973, ist sie gestorben.

Authored by: Udo Angerstein

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