Westfalenross und lippische Rose
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf dem Gebiet der britischen Besatzungszone Deutschlands zunächst eine kurzlebige Verwaltungseinheit. Gemeint ist die Nord-Rheinprovinz oder Provinz Nordrhein. Gebildet wurde sie am 20. Juni 1945 auf der Grundlage der Berliner Erklärung und der aus ihr resultierenden Feststellung von Besatzungszonen der Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkriegs.
Sie bestand aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz, den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln. Sitz des Oberpräsidiums war Bonn, ab Oktober 1945 das Landeshaus Düsseldorf. Oberpräsidenten waren Johannes Fuchs (Zentrum, vom 4. Juli bis Oktober 1945) sowie Robert Lehr (CDU, Oktober 1945 bis August 1946). Zum neuen Oberpräsidenten für die preußische Provinz Westfalen ernannte die britische Militärregierung im Juli 1945 den damals parteilosen Rudolf Amelunxen. Die Oberpräsidenten unterstanden den besatzungsrechtlichen Weisungen des britischen Militärgouverneurs, John Ashworth Barraclough. Im Zuge des Ost-West-Konflikts, der 1946/47 offen zutage trat, versuchten die Briten als zuständige Besatzungsmacht, auf alle Fälle eine Viermächteverwaltung über das Ruhrgebiet zu verhindern…
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Titelabbildung: Absenderfreistempel des Oberpräsidenten der Nord-Rheinprovinz aus Düsseldorf vom 7. Juni 1946.
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