Amtliche Abgabestellen für Postwertzeichen
Briefmarkenautomaten, elektrisch betrieben oder mit Handkurbel, wie sie bis in die frühen 90er-Jahre hinein in Gebrauch gewesen waren, sind lange aus dem Straßenbild verschwunden. Auch die nachfolgenden Automaten, die in Schritten zu fünf Pfennig bzw. Cent Wunsch-Nennwerte gedruckt haben, sind mittlerweile alle abgebaut, da die Hersteller keine Ersatzteile mehr liefern und daher keine Wartung mehr anbieten konnten. Auch hatte ihre Nutzung in Zeiten rückläufiger Versendungsmengen sowie vielfältiger anderer Frankaturmöglichkeiten mehr und mehr nachgelassen.
Im Publikum nahezu in Vergessenheit geraten sind die in Einzelhandelsgeschäften eingerichteten offiziellen Verkaufstellen für Postwertzeichen. Sie wurden in Läden an solchen Stellen im Stadtgebiet eingerichtet, an denen aus den verschiedensten Gründen keine Markenautomaten installiert werden konnten, oder von denen aus ein Postamt fußläufig schwer zu erreichen war. Auch waren sie in größeren Städten mit hohem Touristenverkehr anzutreffen, oft in Geschäften, in denen Ansichtskarten verkauft wurden. Außerdem fanden sie sich in Landorten ohne Poststelle, dort wurden ab und an zum Beispiel beim Lebensmittelkaufmann im Auftrag der Post Marken verkauft…
Mehr dazu lesen Sie im historischen Rückblick zur Deutschen Bundespost von Karlheinz Walz in der DBZ 13/26. Das Heft ist am 8. Juli 2026 erschienen. Abonnenten erhalten es immer etwas früher und sparen auch noch Geld dabei.
Titelabbildung: Mit einem solchen Bezeichnungsschild waren die amtlichen Abgabestellen der DBP am Eingang des betreffenden Einzelhandelsgeschäfts gekennzeichnet. Die Schilder sind heute von Sammlern gesucht. Dieses Exemplar stammt von Ende der 60er-Jahre, in den 50er-Jahren wurde hierfür ein anderer Duktus der Beschriftung verwendet.
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