Meister des Schreckens: Boris Karloff

Meister des Schreckens: Boris Karloff

Boris Karloff auf Briefmarke von 1997

Boris Karloff auf Briefmarke von 1997.

Heute vor 125 Jahren wurde William Henry Pratt in London geboren. Wer? Nun besser bekannt dĂŒrfte er Cineasten unter dem Namen Boris Karloff sein. Als „Frankensteins Monster“ oder „Die Mumie“ verbreitete Karloff weltweit Angst und Schrecken auf den KinoleinwĂ€nden. Dabei sollte der Junge eigentlich Diplomat werden. Doch mit neun Jahren spielte er bereits in einer SchultheaterauffĂŒhrung von „Aschenputtel“ einen DĂ€monenkönig und muss dadurch wohl „Blut geleckt“ haben. Jedenfalls begann er frĂŒh, privaten Schauspielunterricht zu nehmen und stand auch bei TheaterauffĂŒhrungen an seiner UniversitĂ€t auf der BĂŒhne. Im Alter von 21 Jahren brach er sein Studium zugunsten der Schauspielerei ab, zog nach Kanada und dort mit verschiedenen WanderbĂŒhnen umher, bevor er schließlich sein GlĂŒck in Hollywood versuchte.

Boris Karloff auf Briefmarke zum Thema "American Filmmaking: Behind the Scenes"

Boris Karloff auf Briefmarke zum Thema „American Filmmaking: Behind the Scenes“.

Dort war er zunĂ€chst als Statist und Nebendarsteller in Stummfilmen tĂ€tig, musste sich aber zusĂ€tzlich als LKW-Fahrer verdingen, obwohl er gar keinen FĂŒhrerschein besaß. Den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm bewĂ€ltigte Pratt, der sich inzwischen in Boris Karloff umbenannt hatte, dank der wĂ€hrend seiner Schauspielausbildung in England genossenen Stimmbildung mĂŒhelos und wurde bald zu einem gefragten Typendarsteller. Sein Durchbruch erfolgte 1931 mit seiner Darstellung in dem Film „Frankenstein“, die ihn ĂŒber Nacht berĂŒhmt machte.

Boris Karloff Briefmarke als "Die Mumie"

Boris Karloff als „Die Mumie“.

Eigentlich hatte Bela Lugosi, der ein Jahr zuvor mit dem Film „Dracula“ berĂŒhmt geworden war, die Rolle spielen sollen. Lugosi hatte aber abgelehnt, da er sich in der Rolle eines stummen Monsters unterfordert fĂŒhlte. Karloff und Lugosi, die beiden „Meister des Schreckens“, sollten aber spĂ€ter noch in fĂŒnf Filmen gemeinsam auf der Leinwand fĂŒr GĂ€nsehaut sorgen. Gemeinsam sind sie auch auf einer Ausgabe des US Postal Service aus dem Jahr 1997 vertreten, Lugosi als Dracula und Karloff als Frankensteins Monster, und, gar noch schrecklicher anzusehen, als „Die Mumie“.

Boris Karloff, der zeit seines Lebens auch stets am Theater und im Radio aktiv blieb, starb am 2. Februar 1969.

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Authored by: Udo Angerstein

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