Darstellung zur Deutschen Post der DDR

Darstellung zur Deutschen Post der DDR

Zwei Deutsche Staaten ‚Äď zwei Postsysteme. Hartmut Trier kennt beide, denn er ist Postler von der Pike auf: Bereits als Sch√ľler als Telegrammzusteller unterwegs, war er sp√§ter in der Bezirksdirektion der Deutschen Post in Erfurt und schlie√ülich in der Generaldirektion in Bonn in leitender Funktion im Qualit√§tsmanagement t√§tig. Beste Voraussetzungen also, um fachkundig und mit Durchblick die Eigenheiten, Strukturen und Prozesse der Deutschen Post der DDR ausf√ľhrlich zu beschreiben und einzuordnen.

Ingenieure statt Beamte

Das tut er mit einem zugleich n√ľchternen Blick auf die Geschichte, als auch einem Bewusstsein f√ľr die sozialen und gesellschaftlichen Zusammenh√§nge und Auswirkungen. Zum ersten Mal wird so die Geschichte der Deutschen Post der DDR umfassend in Wort und Bild dokumentiert. Es ist keine Geschichte von (Berufs-)Beamten, deren Dienstvorschriften teilweise noch im 19. Jahrhundert fu√ü(t)en. Die Kameralistik wurde in der Post der DDR 1950 abgeschafft und alle Besch√§ftigten zahlten gleicherma√üen in die Sozialkasse ein. Juristen, Postzusteller, Verwaltungsleute und Ingenieure arbeiteten in 29 Hauptpost√§mtern, mehr als 2000 Post√§mtern und √ľber 9500 Poststellen zusammen, wobei sie sich den Herausforderungen der sozialistischen Planwirtschaft stellen mussten. Und einem Staat, der √ľber alles die Kontrolle behalten wollte.
Das Buch l√§sst keinen Bereich rund um die Post aus, seien es Briefmarken und die Philatelie mit ihren Tausch-Besonderheiten, Auf- und Ausbau des Fernmeldewesens, Postfahrzeuge, Postzeitungswesen, Mietbeh√§lter und vieles mehr. Wer Antworten auf Spezialfragen erwartet, wird entt√§uscht; daf√ľr bietet sich allen Interessierten ein etwas anderer, √ľberaus informativer Blick auf die DDR-Post. Nicht nur lohnend, sondern auch l√§ngst √ľberf√§llig.
Im Fazit beschreibt Trier, wie die Besch√§ftigten der Deutschen Post und der Bundespost die beiden Systeme zusammenf√ľhrten und dabei Leistungen hinterfragten und Prozesse verschlankten; etwas, das in den allgemeinen Verwaltungen heute zum Teil immer noch ein z√§her Prozess ist.

Eine Marke f√ľr sich. Die Deutsche Post der DDR. Hartmut Trier. 256 Seiten, Format 17 x 22 cm, gebunden und durchgehend 4-farbig. Preis: 24 Euro [D]. Verlag ‚ÄěBild und Heimat‚Äú, Berlin, 2022. ISBN 978-3-95958-332-9. Bezug √ľber den Buchhandel.

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Authored by: Birgit Freudenthal

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