Radikale Postreform in Dänemark

Radikale Postreform in Dänemark

PostNord, das in Dänemark und Schweden zuständige Postunternehmen, hat am 30. November als Reaktion auf das neue Postgesetz einschneidende Änderungen ab dem 1. Januar 2024 bekanntgegeben. Aufgrund der weiteren Liberalisierung des Briefmarkts und der Beendigung der Beförderungspflicht für Inlandsbriefe hat PostNord umgehend angekündigt, sämtliche Dienste einzustellen, die das Unternehmen nun nicht mehr verpflichtend anbieten muss.

Briefmarken werden ungültig

Zunächst gibt es eine Portoerhöhung: Die Portosätze werden drastisch erhöht. Der einfache Inlandsbrief darf zwar künftig doppelt so schwer sein (bis 100g), kostet dann aber 25kr (3,35 Euro) und nicht mehr 12kr. Aufgrund der Einführung der Mehrwertsteuerpflicht und einer diesbezüglichen Anweisung der Steuerbehörde werden sämtliche Briefmarken für den Inlandsbriefverkehr zum 1. Januar 2024 ungültig. Sie können für den MwSt-befreiten Auslandsbriefverkehr bis zum 31. Dezember 2024 aufgebraucht werden.


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Briefkästen werden abmontiert

Die meisten Briefkästen im Land werden demontiert, ebenso die Postfächer, der Lagerservice wird eingestellt. Zeitungen und Zeitschriften werden nicht mehr ausgetragen, weshalb die Verlage kurzfristig auf Privatanbieter ausweichen werden müssen. Die neuen Briefmarken, die mit „Inland“ und „Ausland“ gekennzeichnet werden, erscheinen übrigens erst am 2. Januar. Der Neujahrstag wird also ganz offiziell ein inlandsbrieffreier Tag und für kurzentschlossene Grußkartenversender womöglich mit Strafporto belegt.

Clemens Wirries

Authored by: redaktiondbz

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