Luftverkehr-Anfänge: Postflüge bedeutend
Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges im November 1918 hatte sich der zivile Luftverkehr in Deutschland beachtlich entwickelt. 1925 war das Deutsche Reich neben dem bestehenden Inlandsnetz mit London, Amsterdam, Zielen in Skandinavien, dem Baltikum sowie in Österreich und der Schweiz verbunden. Die deutsch-russische Deruluft (siehe DBZ 5/2022) flog von Königsberg über Kowno nach Moskau. In einem längeren Prozess der Konsolidierung entstanden in der ersten Hälfte der 1920er-Jahre zwei dominierende Fluggesellschaften: der Deutsche Aero-Lloyd (DAL) einerseits sowie die Junkers Luftverkehrs-AG (JLAG) andererseits.
Die DAL war an jeweils sechs ausländischen und inländischen Regionalgesellschaften beteiligt. Die bedeutendste dieser Beteiligungen bestand neben der Deruluft im kolumbianischen Syndicato Condor. Hugo Junkers verfolgte eine andere Strategie. Er hatte bereits 1919 mit der Junkers F 13 ein Flugzeug auf den Markt gebracht, das den für zivile Zwecke umgerüsteten Militärflugzeugen des Weltkrieges weit überlegen war. Durch geschickte Beteiligungen an verschiedenen Fluggesellschaften konnte er die Erfahrungen aus dem Betrieb direkt in die Konstruktionen einfließen lassen.
Doch: auch wenn Deutschland im Jahr 1925 einen Anteil von 40 Prozent am Weltluftverkehr hatte und Berlin der bedeutendste Flughafen in Europa war, waren die Fluggesellschaften jener Zeit von einem wirtschaftlichen Betrieb noch weit entfernt, so dass sie permanent auf staatliche Subventionen angewiesen waren…
Mehr dazu lesen Sie Jürgen Kuhns Artikel in der DBZ 10/2026. Das Heft ist seit dem 13. Mai 2026 im Handel erhältlich. Abonnenten erhalten es immer etwas früher und sparen auch noch Geld dabei.
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