Ganzsachen kanadischer Eisenbahngesellschaften: Herrliche Aussichten
Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde. Aber wie reiste man im 19. Jahrhundert fast 5000 km von Ost nach West und noch über die Rocky Mountains? Die dichter besiedelten Kronkolonien im Osten schlossen sich erst am 1. Juli 1867 zu der weltweit ersten Konföderation innerhalb des British Empire zusammen. Es waren: Ontario (Oberkanada), Quebec (Unterkanada), New Brunswick (Neubraunschweig) und Nova Scotia (Neuschottland). Die westlichen Provinzen British Columbia und Vancouver Island machten einen Beitritt – logischerweise – von einer Eisenbahnverbindung abhängig, die sie mit den östlichen Provinzen verbinden würde, denn der Seeweg dauerte mehr als vier Monate.
Die Regierung versprach, innerhalb von zehn Jahren eine Eisenbahnverbindung zu bauen, sodass am 20. Juli 1871 der Vertrag geschlossen wurde und British Columbia und Vancouver Island der Konföderation beitraten.
Erst weitere 14 Jahre später, am 7. November 1885, wurde der letzte Nagel eingeschlagen und am 4. Juli 1886 erreichte der erste Zug von Montreal nach Port Moody die Westküste. Vancouver wurde am 23. Mai 1887 erreicht. Die Eisenbahn war also entscheidend für die Entstehung Kanadas. Der Bau der transkontinentalen Strecken im späten 19. Jahrhundert verband die dünn besiedelten Kolonien zu einer geeinten Nation, ermöglichte die Besiedlung des Westens und schuf die wirtschaftliche sowie politische Grundlage für den heutigen Staat…
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Titelabbildung: Diese Karte mit dem alten Hotel Vancouver gehört zu den frühen Gründrucken. Erbaut wurde es 1888 im einfachen Holzbaustil mit
60 Zimmern (CPR 10 a).

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