Worms am Rhein

Worms am Rhein

Worms ist eine der √§ltesten St√§dte Deutschlands, es hat im Laufe der seiner wechselvollen Geschichte viele H√∂hen und Tiefen kennen gelernt. Hier hielten K√∂nige und Kaiser Hof, hier wurde ein Papst gew√§hlt und ein langer Konflikt zwischen Staat und Kirche beendet, hier verteidigte ein M√∂nch seinen Standpunkt vor Kaiser im Reich. Die Stadt war aber auch Schauplatz schlimmer Pogrome gegen j√ľdische Mitb√ľrger und in zwei Kriegen in Schutt und Asche gelegt. Dieter Heinrich erz√§hlt Historisches und Sagenhaftes aus der Wormser Geschichte:

Ze Wormez b√ģ dem R√ģne

Deutsche Briefmarken Zeitung DBZ Titel Reichstag Worms RheinIn diesen Wochen begeht Worms die Tausendjahrfeier seines Doms St. Peter. In Anwesenheit Kaiser Heinrichs II. weihte Bischof Burchard am 9. Juni 1018 den von ihm initiierten Neubau, der eine zu klein gewordene fr√ľhchristliche Basilika ersetzte. Bausch√§den f√ľhrten allerdings in der Folgezeit zu einem Teileinsturz des Gotteshauses. Im zw√∂lften Jahrhundert musste der Dom schlie√ülich abgerissen und neu aufgebaut werden, wobei man den alten Grundriss nahezu unver√§ndert beibehielt. Mit seinen vier schlanken T√ľrmen und zwei Kuppeln ist dieser m√§chtige romanische Dom bis heute ein Wahrzeichen der Stadt geblieben.

Die Geschichte von Worms reicht weitaus l√§nger zur√ľck. Seit etwa 800 vor Christus siedelten hier die Kelten, die den Ort ‚ÄěBorbetomagus‚Äú nannten. Durch eine sp√§tere Lautverschiebung wurden das ‚ÄěB‚Äú zu ‚ÄěW‚Äú und der Name √ľber Formen wie Warmazia, Wormazia, Wormez schlie√ülich zu Worms. Den Kelten folgte der germanische Stamm der Vangionen ‚Äď ein Name, den sp√§ter auch die R√∂mer f√ľr die Bezeichnung ihres Heerlagers verwendeten und aus dem im Laufe der Zeit der Name ‚ÄěWonnegau‚Äú f√ľr die Landschaft um Worms entstand.

Deutsche Briefmarken Zeitung DBZ Titel Reichstag Worms Rhein

Vermutlich durchzogen in der V√∂lkerwanderung neben anderen germanischen St√§mmen auch Burgunden diesen Landstrich. F√ľr ein Burgundenreich mit der Hauptstadt Worms, von dem man in √§lteren Ver√∂ffentlichungen liest und das so gut zum Nibelungenmythos passte, gibt es aber nach dem heutigen Stand der Forschung keine gesicherten Anhaltspunkte. [..]

Beitrag aus der DBZ 12/2018

Sie finden den kompletten Beitrag von Dieter Heinrich¬†in der¬†aktuellen Ausgabe¬†der Deutschen Briefmarken-Zeitung¬†12/2018. Was Sie sonst noch erwartet, sehen Sie im¬†Inhaltsverzeichnis¬†der aktuellen Ausgabe.¬†Abonnenten¬†erhielten das Heft bereits etwas im Voraus und konnten wie √ľblich schon einige Tage fr√ľher im Heft lesen ‚Äď und sparen au√üerdem Geld gegen√ľber dem Kauf im Einzelhandel.

Titelbild: www.wikimedia.org

Authored by: Stefan Liebig

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