Halloween-Fest des Gruselns

Halloween-Fest des Gruselns

Wie kulturelle und religi√∂se Ph√§nomene generell ist auch das Fest Halloween von Menschen hervorgebracht und im Lauf der Zeit sowie im Zuge der Bewegung und Begegnung von Gruppen durch neue Einfl√ľsse ver√§ndert worden. Halloween liegt auf dem Abend vor Allerheiligen, dem katholischen Feierttag. Er wird j√§hrlich am 1. November begangen. Allerheiligen ist s√§mtlichen Heiligen gewidmet, die es in der Katholischen Kirche gibt. Der Name „Halloween“ leitet sich aus der englischen Bezeichnung „All Hallows Eve“ ab. In deutscher Sprache bedeutet dies in etwa „Am Vorabend von Allerheiligen“.

Briefmarke Frankreich Halloween
Französischer Wert von 2001.

Christliches Totengedenken

Vermutlich ist das Halloween-Fest am 31. Oktober eines jeden Jahres jedoch speziell mit Allerseelen verkn√ľpft, dem Tag nach Allerheiligen. Da wird seit dem 10. Jahrhundert in der Katholischen Kirche der Verstorbenen und der Menschen gedacht, deren Seelen nach ihrem Ableben im Fegefeuer leiden m√ľssen.

Briefmarke Guniea-Bissau-Halloween
In Guinea-Bissau erschienene Halloween-Marke aus dem Jahr 2003.

Keltisches Sommerende

Eine Theorie besagt, dass Halloween auch von den Kelten, die in Irland lebten, und ihrem Fest Samhain herr√ľhrt. Mit dem Samhain-Fest markierten die Kelten das Ende des Sommers. Sie glaubten, dass sich die Menschen auf der Erde einer-und die Toten andererseits in dieser Zeit des Jahres n√§her waren als sonst und miteinander in Kontakt kommen konnten.

Briefmarke Belgien Halloween

Von Irland nach Amerika

Wom√∂glich verbanden sich die keltischen sowie die christlichen Vorstellungen und Anl√§sse im Fest Halloween. Zu den Br√§uchen, die dabei auch heutzutage zu beobachten sind, w√ľrden beide Urspr√ľnge passen: Ausgeh√∂hlte K√ľrbisse und R√ľben, in die gr√§ssliche Fratzen geritzt sind, werden aufgestellt und von Innen mit Kerzen erleuchtet. Sollen sie die Toten und √ľbersinnlichen Kr√§fte abwehren oder anlocken? Die Menschen verkleiden sich als Gespenster, Monster, Hexen und ruhelos umherwandelnde Untote. Auch Kinder sind gruselig k√∂st√ľmiert, wenn sie von Haus zu Haus ziehen, um mit dem frechen Spruch „Trick or treat“, deutsch „Streich oder Leckerbissen“, auch √ľbersetzt mit „S√ľ√ües oder Saures“, S√ľ√üigkeiten zu zu sammeln.

Briefmarke √Ėsterreich Halloween
Block 78 aus √Ėsterreich.

Irische Migranten brachten den Halloween-Abend im 19. Jahrhundert auf jeden Fall nach Nordamerika. Dort etablierte sich Halloween auch bei vielen Menschen, die keine Katholiken waren, und wurde zu einem allgemeinen und beliebten Fest im Spätherbst.

Schaurige Briefmarken

Zum Thema Halloween sind im Lauf der Zeit einige Briefmarken in verschiedenen Staaten erschienen. In √Ėsterreich gab man 2005 einen Wert aus, der die Michelnummer 2545 tr√§gt. Der Block 78 mit vier Postwertzeichen, Michelnummern 3105 bis 3108, folgte 2013. Am 20. Oktober 2001 wurde eine Halloween-Marke in Frankreich ver√∂ffentlicht. Ihr teilte man die Nummer 3567 zu. Die Belgische Post zum Beispiel verausgabte am 15. Oktober 2004 eine schaurige Briefmarke, die im Michelkatalog die Nummer 3373 erhielt. Im afrikanischen Guinea-Bissau erschien 2003 die Michelnummer 2452. Der grausige Wert geh√∂rt zum Block 429.

Abbildungen: Schwaneberger Verlag

Authored by: Marius Prill

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