Briefmarke des Monats: Gut ausgebaute Straßen-Infrastruktur

Briefmarke des Monats: Gut ausgebaute Straßen-Infrastruktur

Bis ins 19. Jahrhundert war Schafzucht der wichtigste Erwerbszweig auf der 18-teiligen, zum Königreich Dänemark gehörenden Inselgruppe im Nordatlantik zwischen Island, Norwegen und dem Norden Schottlands. So kamen die Inseln zu ihrem Namen: Färöer bedeutet auf Dänisch Schafsinseln.

Heute bilden der Seehafen der Hauptstadt Tórshavn und der Verkehrsflughafen auf der Insel Vágar die wichtigsten Knotenpunkte mit der Außenwelt. Auf dem Flughafen Vágar landen Passagiermaschinen und an den Hafenmauern von Tórshavn machen Autofähren fest. Der knapp fünf Kilometer lange Straßentunnel Vágatunnilin, der 2002 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt wurde, verbindet beide Verkehrszentren.

Erste befestigte Straße

Ein Dampfschiff ermöglichte 1896 den ersten Linienverkehr zwischen den färöischen Inseln. 1918 begann der Straßenbau auf der Insel Sandoy: Die erste befestigte Straße war knapp neun Kilometer lang. Sie verband den kleinen Ort Sandur mit der Fischer-Siedlung Skopun an der Nordküste der Insel.

Seither wurde viel getan. Das fast vollständig asphaltierte Straßennetz der Färöer umfasst derzeit rund 460 Kilometer Landstraßen, hinzu kommen 500 Kilometer innerhalb der Ortschaften. Nur wenige Nebenstraßen, die zu kleinen Siedlungen führen, bestehen noch aus Schotterpisten. So lobt ein Verkehrsanbieter: „Die Straßen-Infrastruktur auf den Färöern ist sehr gut und garantiert eine komfortable und sichere Fahrt unabhängig vom Wetter.“ Innerorts beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 Stundenkilometer, außerhalb der Orte darf bis zu 80 Stundenkilometern gefahren werden. Überschreitungen werden streng geahndet.

Fahrradwege sind unbekannt

Ein umfangreiches Angebot an öffentlichen Bussen erleichtert das Pendeln zwischen Städten, Dörfern oder Fähren. Diejenigen Inseln, die über Orte mit Straßennetz verfügen, zu denen aber keine Brücken, Dämme oder Tunnel führen, werden von Autofähren angefahren. Fahrradwege sind innerhalb wie außerhalb von Ortschaften unbekannt, Radfahrer müssen sich die Fahrbahn mit dem motorisierten Verkehr teilen. Angesichts des geringen Verkehrsaufkommens auf den meisten Straßen scheint dies akzeptabel.

Zwischen den großen und kleinen, abgelegenen Inseln und Orten besteht ein Hubschrauber-Service. Er wird von der Regierung bezuschusst, um den Bewohnern günstige Tarife anbieten zu können. Diese Dienstleistung wurde ursprünglich für die Einheimischen der entfernt liegenden Inseln eingeführt. Daher genießen Einheimische bei begrenztem Sitzplatzangebot Vorrang gegenüber Touristen. Die vier zu Jahresbeginn ausgegebenen Automatenmarken mit dynamischen Verkehrsmotiven des Künstlers Janus Guttesen sind unsere Briefmarken des Monats Januar.

Die „Briefmarke des Monats“ ist eine Beitragsreihe in der Printausgabe des BRIEFMARKEN SPIEGEL, die wir auch online präsentieren. Jeden Monat stellen wir eine neue Briefmarke oder einen neuen Block vor. Die aktuelle Neuausgabe wurde in der Ausgabe 1/2022 vorgestellt, die seit 17. Dezember 2021 im Handel erworben werden kann. Abonnenten erhalten das aktuelle Heft immer ein paar Tage vor dem Erstverkaufstag direkt in den Briefkasten und sparen dabei noch Geld.


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Authored by: Kai Böhne

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