Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Es ist nicht alles Gold, was glänzt…

Die Postphilatelie hat sich wieder etwas Neues ausgedacht: Als angebliche „Goldbriefmarke“ hat sie die Sondermarke „Schloss Neuschwanstein“ (MiNr. 3716) vom 1. September 2022 mit, nicht aus, purem Gold, 999,9/1000, in einer Auflage von 1000 Exemplaren angeboten. Dank einer besonderen Herstellungsmethode verfügt diese Marke über eine besondere Detailtreue. Die Lieferung erfolgte in einer Schatulle für 49,50 Euro.

Nicht frankaturgültig

Die Sache hat allerdings einen wesentlichen Haken: Die veredelte Marke ist nicht zur Frankatur geeignet. Das unterscheidet sie von den wirklichen Goldbriefmarken aus echter Goldfolie, die von „Briefmarkenstaaten“ herausgegeben wurden und frankaturgültig waren, etwa von der Arabischen Republik Jemen sowie von einigen afrikanischen Staaten. Sie sind nicht zu verwechseln mit goldfarbenen Marken, die lediglich mit Goldbronze hergestellt wurden. Auch die Goldbriefmarke der Deutschen Post ist lediglich mit einem Goldhauch überzogen, besteht also nicht etwa aus geprägter und/oder bedruckter Goldfolie. Dennoch ist die Sonderausgabe bereits ausverkauft.

Dr. Hartmut Paetzold


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Authored by: BMS-Redaktion

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