Aufstand in St. Petersburg

Aufstand in St. Petersburg

Autokraten leben in ständiger Furcht. Sie können zwar mittels Gewalt und Terror ihre Widersacher einschüchtern und unterdrücken, doch freiheitliche
Ideen entziehen sich ihrer Macht. Also bekämpfen sie den freien Zugang zu Wissen. Sie verbieten Bücher, die den Glauben an die Staatsdoktrin in Frage stellen, sie verbieten Kunst, wenn diese im Verdacht steht, subversive Botschaften zu transportieren, sie sanktionieren selbst Internetseiten. Wissen ist Macht, und durch die Kontrolle des Wissens soll die Bevölkerung daran gehindert werden, sich selbst zu ermächtigen.
Vor 200 Jahren erlebte Russland einen Aufstand, der eben dadurch ausgelöst wurde, dass ein kleiner Teil der russischen Gesellschaft begriffen hatte, dass außerhalb des Zarenreiches Gesellschaftsformen existierten, in denen es liberaler zuging, in denen die Regierungen nicht nur auf bloßer Gewalt begründet waren. Am 26. Dezember 1825 wollte eine Gruppe von Offizieren Russland auf einen neuen Weg bringen.

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Reformer und Reaktionär

Die Regierungszeit Zar Alexanders I. war von Wechselfällen geprägt gewesen. Nach zögerlichen Reformversuchen war Russland bald in den Strudel der europäischen Kriege Napoleon Bonapartes geraten. 1812 brannte Moskau bis auf die Grundmauern nieder, und Alexander I. wurde zum entschlossenen Verbündeten der antinapoleonischen Allianz. Nach hartnäckigen Kämpfen zog der Zar am 31. März 1814 an der Seite des Preußenkönigs in Paris ein…

Mehr zu diesem von Alexander Puschkin besungenen Aufstand erfahrenen Sie in Ansichtskarten-Spiegel von Jan Sperhake in der DBZ 1/2026. Das Heft ist am 29. Dezember 2025 erschienen. Abonnenten erhalten es immer etwas früher. Einzelne Hefte können Sie auch im Vertrieb anfordern.

Titelabbildung: Zu Füßen des 1782 errichteten Reiterstandbilds Peters des Großen wurde der Aufstand der nach dem Monat „Dezember“ benannten Dekabristen blutig niedergeschlagen.

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Authored by: Jan Sperhake

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