Heftchen blieben ein Nischenprodukt

Heftchen blieben ein Nischenprodukt

Im Anhang des Normalkataloges finden Sie die Seiten mit den Informationen zu den Markenheftchen. Sollten diese über den Wertzeichengeber verkauft werden, teilten sie im Prinzip das Schicksal der Automatenmarken. Postkunden, die Portosätze und Briefgewichte genau zu bestimmen wussten, konnten mit den Heftchen umgehen und nutzten sie auch. Alle anderen reihten sich lieber in die Schlange vor dem Postschalter ein. In den alten Bundesländern und in Berlin (West) waren die Heftchen zudem seit Mitte der 1960er-Jahre für Vorratskäufe noch weniger geeignet als die Automatenmarken.
Das lässt sich auf die Entscheidung der Deutschen Bundespost zurückführen, in den Heftchen Zusammendrucke unterzubringen. Somit konnten die Kunden zwar verschiedene Porti bequem in Einzel- oder Mischfrankaturen darstellen, doch blieben fast immer Reste zurück. Das biss sich mit dem Gedanken der Bevorratung, mochte auch die eine oder andere Sendung, wenn genügend Restbestände in der Schublade lagen, eine bunte Mischung zumeist kleiner Nennwerte aufweisen. Reste mag niemand in die Vorratskammer räumen. Folglich hielten sich die Auflagen der Heftchen in Grenzen…

Mehr zum Thema Markenheftchen erfahren Sie von Torsten Berndt in der DBZ 19/2026. Das Heft ist am 23. September 2026 erschienen. Abonnenten erhalten es immer etwas früher und sparen auch noch Geld dabei.

Titelabbildung: Das 1972 ausgegebene Heftchen mit Freimarken der Unfallverhütungs-Serie wartet mit wenigen unterschiedlichen Reklamevarianten im Deckel auf, stammt also aus den Tagen, als der Bogen noch nicht überspannt wurde. Interessant sind die linken Kleberänder, die es mit vier und fünf Zahnlöchern gibt (MiNr. MH 8 c).

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Authored by: Torsten Berndt

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