Ein Kultobjekt schwebt durch die Zeit
Es gibt viele Möglichkeiten, von A nach B zu kommen. Wenn eine Stadt aber bereits zum dritten Mal auf einer deutschen Briefmarke verewigt wird – und zusätzlich noch auf einer Gedenkmünze –, weil die Menschen dort eben auf ganz besondere Weise transportiert werden, dann ist das schon eine Auszeichnung. Die Schwebebahn fährt nur in Wuppertal – und das seit 125 Jahren. Das Postwertzeichen, das am 8. Januar 2026 erschienen ist, vereint eine historische und eine moderne Ansicht der Bahn und schlägt so die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Denn während sich Wuppertal bereits vor Jahrzehnten von seiner Straßenbahn verabschiedet hat, fährt die Schwebebahn unbeirrt weiter – von ein paar längeren Zwangspausen abgesehen. Dabei war das Wunderwerk der Technik bei den ersten Tests Ende des 19. Jahrhunderts keineswegs unumstritten. Einige Kritiker verdammten es als „Satanswerk“, Karikaturen nahmen die technische Neuerung bissig aufs Korn. Am Ende kam sie doch. Und Kaiser Wilhelm II. war samt Gattin Auguste Viktoria als A-Promi seiner Zeit Stargast auf einer der ersten offiziellen Fahrten.
Wer heute durch Wuppertal fährt und sieht, wie sich die Schwebebahn stellenweise durch enge Häuserschluchten windet, mag ins Grübeln kommen, ob ein solches Verkehrsmittel heute überhaupt noch genehmigt würde. Zum Glück ist sie einfach schon da…
MICHEL
Deutschland 2025/2026
ISBN: 978-3-95402-500-8
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Titelabbildung: Oben Schwebebahn, unten Pferde: Eine Ansichtskarte aus den 1930er-Jahren. (Sammlung Wolf Birke)
MICHEL
Westeuropa 2025 (E 3)
ISBN: 978-3-95402-503-9
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