„Bemühen um eine sparsame Ausgabepolitik“
„Im Jahr 1966 sind 30 Postwertzeichen ausgegeben worden, gegenüber 42 Postwertzeichen im Jahre 1964 und 32 im Jahre 1965 (…). An den mit 20 Werten zahlenmäßig wenigen neuen Sonder- und Gedenkmarken kann das Bemühen der Deutschen Bundespost, eine sparsame Ausgabepolitik zu betreiben und sich wieder der zahlenmäßigen Beschränkung früherer Jahre zu nähern, erkannt werden.“
Mit diesem einleitenden Satz in der seit 1961 jährlich erschienenen, beschreibenden Rückschau der Postwertzeichen der Bundespost für das Jahr 1966 bekannte sich Letztere zu einer reduzierten Anzahl an Neuausgaben von Sondermarken. Sie reagierte damit auf die Kritik der Philatelisten an der übergroßen und das Budget belastenden Zahl der erschienenen Briefmarken der vergangenen beiden Jahre.
Nur 13 Sondermarken im Jahr 1961
Denn 1960 waren nur 20, 1961 nur 13, 1962 lediglich 15 und 1963 nur 22 Sonder- bzw. Gedenkmarken erschienen. Hinzu kamen die Ausgabe der für den laufenden Postbetrieb erforderlichen Freimarkenwerte sowie die Marken für die Landespost Berlin. Die dann hohe Zahl der Sondermarken 1964 und 1965 hatte an der Vielzahl der nach Ansicht des Bundespostministers in diesen beiden Jahren unbedingt zu würdigenden Anlässen gelegen. Entgegen ihrer oben zitierten Aussage hatte sich die Post allerdings bereits wieder ab 1968 ganz bewusst dafür entschieden, „künftig die Zahl der jährlich erscheinenden Sondermarken ein wenig zu vergrößern“, wie es im Vorwort der Rückschau der ausgegebenen Wertzeichen für 1969 heißt. Hatte man jetzt erkannt, dass man damit gutes Geld verdienen konnte …?
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Titelabbildung: Die Freimarken „Deutsche Bauwerke“ im vergrößerten Format starteten 1966 und waren optisch sehr ansprechend. Bogenmarken der Serie „Brandenburger Tor“ gab es nur speziell für die Sammler, da die Zähnung der entsprechenden Rollenmarken vielfach nicht deren Ansprüchen genügte.
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