Neuheiten März 2026: Städte, Geschichte, Literatur, Musik, Zeichentrick
Am 2. März 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.
800 Jahre Stadt Hamm
Hamm wurde am 4. März 1226 gegründet. Das Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht zum 800. Stadtjubiläum eine Sondermarke.
In der Gegenwart gehört Hamm zum deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Stadt zählt rund 180 000 Einwohner.
Das Markenmotiv zeigt mehrere Gebäude, die für die Geschichte Hamms wichtig sind. 1847 eingeweiht, trug der Hauptbahnhof dazu bei, dass sich die Stadt zum Industriestandort entwickelte.
Das Gustav-Lübcke-Museum besteht seit 1890. Der heutige Bau wurde zwischen 1989 und 1993 errichtet.
Zur Sammlung gehören archäologische Objekte aus der Region und aus der Hammer Stadtgeschichte. Hinzu kommen Exponate des alten Ägyptens sowie Kunstwerke des Mittelalters, der Moderne und Gegenwart.
Gustav Lübcke kam am 24. Oktober 1868 in Hamm zur Welt. Seine Sammlung von Artefakten und Kunstwerken stellte die Grundlage bei der Museumsgründung dar. Von 1917 bis zu seinem Tod am 29. August 1925 war Lübcke Direktor der Institution.
Für die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens im Jahr 1984 konzipierte der Künstler Horst Rellecke einen 35 Meter hohen Elefant aus Glas. Er steht im Maximilianpark im Stadtbezirk Hamm-Uentrop.
1940 wurde die städtische Musikschule eröffnet. Seit 2012 ist die Kolpingstraße 1 ihr Standort. Dort unterrichten mehr als 100 Musiklehrer über 7000 Schüler.
Das Rathaus der Stadt Hamm steht am Theodor-Heuss-Platz 16. Vor der Einweihung am 5. Dezember 1959 beherbergte es das Oberlandesgericht Hamm. Es wurde zwischen 1890 und 1894 im Neorenaissancestil gebaut.
Entwurf: Barbara Dimanski
Ersttag: 2. März 2026
Wert: 110 Cent
Michel-Nr.: 3954
Philotax-Nr.: 3829
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105571
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Quadratformationen in den Farben des Markenmotivs
250. Geburtstag Luise von Preußen

Am Hof und in der Bevölkerung wurde Luise von Preußen wegen ihrer Schönheit verehrt. Sie galt als engagierte Unterstützerin ihres Gatten, Friedrich Wilhelm III., MiNr. 3955.
Von 1797 bis zu ihrem Tod war Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg Königin von Preußen. Sie starb am 19. Juli 1810 mit 34 Jahren an einer Lungenentzündung.
Luises Ehemann, Friedrich Wilhelm III., wurde am 16. November 1797 gekrönt. Geheiratet hatten die beiden am 24. Dezember 1793.
Im erfolglosen Kampf Preußens gegen Napoleon versuchte Luise von Preußen in einem persönlichen Gespräch, auf den französischen Kaiser einzuwirken.
Königin Luise von Preußen und Friedrich Wilhelm III. bekamen zehn Kinder. Der älteste Sohn bekleidete als Friedrich Wilhelm IV. von 1840 bis 1861 den preußischen Thron. Wilhelm Friedrich Ludwig wurde 1871 als Wilhelm I. erster Kaiser des Deutschen
Reichs.
Entwurf: Prof. Jens Müller, Bildvorlage: Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum/ Fotografie: Karen Bartsch
Ersttag: 2. März 2026
Wert: 180 Cent
Michel-Nr.: 3955
Philotax-Nr.: 3830
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105571
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH,
Leipzig
Größe: 46,40 x 34,60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Blau und Gold des Markenmotivs
200. Geburtstag Julie Hausmann
„So nimm denn meine Hände“ lautet der Titel eines bekannten Kirchenliedes. Die Musik komponierte Friedrich Silcher. Der Text stammt von Julie Hausmann. Sie kam am 7. März 1826 in Riga, der heutigen Hauptstadt Lettlands, zur Welt.
Ihre Gedichte und Liedverse wurden 1862 von Gustav Friedrich Ludwig Knak, einem evangelischen Pfarrer aus Berlin, veröffentlicht. Der Titel: „Maiblumen. Lieder einer Stillen im Lande, dargereicht von G. Knak“.
Hausmann arbeitete als Privatlehrerin und -erzieherin. Zeitweise lebte sie bei ihrer Schwester in Biarritz, das heute zum französischen Département Pyrénées-Atlantiques gehört.
Auch wohnte sie bei einer weiteren Schwester in Sankt Petersburg. Hausmann starb am 15. August 1901 in Wösso, heute Estland. Die Marke für Julie Hausmann erscheint im Folienblatt auch selbstklebend (siehe Seite 4 Ihrer DBZ 5/2026).
Entwurf: Buero Beyrow Vogt, Fotografie:© Constanze Vogt, 2025
Ersttag: 2. März 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3956, 3959 (selbstklebend) in FB 156
Philotax-Nr.: 3831, 3834, MH 299
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105571
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé, Haarlem
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, „So nimm denn meine Hände bis an mein selig Ende und ewiglich“, „Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt: Wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit“
100. Geburtstag Siegfried Lenz

Zu den bedeutendsten Werken des Schriftstellers Siegfried Lenz gehören der Roman „Deutschstunde“ aus dem Jahr 1968 und der Band mit Kurzgeschichten „So zärtlich war Suleyken“ von 1955, MiNr. 3957.
Siegfried Lenz wurde am 17. März 1926 in Lyck geboren, das heute zur polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren gehört. Während des Zweiten Weltkriegs war er Soldat der Kriegsmarine und geriet in britische Kriegsgefangenschaft.
Von 1945 bis 1948 studierte Lenz an der Universität Hamburg Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft. Danach arbeitete er bei der Tageszeitung ,Die Welt‘ in Hamburg.
Lenz besuchte die Treffen der 1947 von Hans Werner Richter initiierten Autorentreffen der Gruppe 47. Er unterstützte die von SPD-Bundeskanzler Willy Brandt vertretene Politik der Entspannung gegenüber den Ländern des Ostblocks.
„Deutschstunde“ behandelt ein zentrales Thema im Werk des Schriftstellers Lenz: die Verantwortung und Schuld des Individuums im totalitären Regime des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945.
Siegfried Lenz erhielt 1988 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2002 wurde er Ehrenbürger Hamburgs. Dort starb er am 7. Oktober 2014.
Entwurf: Laucke Siebein, Vorlage: © picture-alliance/dpa/Maurizio Gambarini
Ersttag: 2. März 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3957
Philotax-Nr.: 3832
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105571
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé, Haarlem
Größe: 46,40 x 34,60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Dunkel- und Hellgrau
SpongeBob
Eine Sondermarke vom 2. März 2026 zeigt die Zeichentrickfigur Sponge Bob. Es handelt sich um das zweite Sonderpostwertzeichen des Bundesministeriums der Finanzen mit tiptoi®-Funktion: Wie bei speziellen Kinderbüchern des Verlags Ravensburger, erklingen verschiedene Stimmen und Lieder, wenn man einen tiptoi®-Stift über das Motiv bewegt. Zuvor muss der Stift, ein digitales Medium, mit einer Audiodatei bespielt werden, die Käufer auf der Webseite tiptoi.de herunterladen können.
Die erste tiptoi®-Marke erschien am 2. November 2024 zu Ehren des Musikers Rolf Zuckowski und seines Kinderliedklassikers „In der Weihnachtsbäckerei“.
Die SpongeBob-Marke kommt im Folienblatt auch selbstklebend auf den Markt (siehe Seite 4 Ihrer DBZ 5/2026). Mehr über SpongeBob lesen Sie in Kai Böhnes Artikel, der in Ihrer DBZ 19/2025 erschien.
Entwurf: Ingo Boehm, Jan-Niklas Kröger, © Viacom. SpongeBob SquarePants created by Stephen Hillenburg
Ersttag: 2. März 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3958, 3960 (selbstklebend) in FB 157
Philotax-Nr.: 3833, 3835, MH 300
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105571
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Meeresgrund, Charaktere der Serie
Abbildungen: © Deutsche Post AG
MICHEL
Alpenländer 2025 (E 1)
ISBN: 978-3-95402-501-5
Preis: 76,00 €
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