Die Lufthansa der DDR
Mit der Deutschen Lufthansa der DDR entstand Mitte der 1950er-Jahre eine dritte Fluggesellschaft dieses Namens auf deutschem Boden. Ihr war allerdings kein langes Leben beschieden: 1955 gegründet, verschwand der Name der Gesellschaft 1963 und wurde auch in der DDR-Presse und in der Öffentlichkeit nicht mehr erwähnt.
Der Luftverkehr der DDR war bis Mitte der 1950er-Jahre ausschließlich von Fluggesellschaften der sozialistischen Länder durchgeführt worden: Aeroflot (UdSSR), CˇSA (Tschechoslowakei), LOT (Polen), MALÉV (Ungarn), TABSO (Bulgarien) und TAROM (Rumänien) flogen nach Berlin-Schönefeld. Zur Leipziger Messe kamen gelegentlich auch die niederländische KLM und die belgische SABENA nach Leipzig. Die Lufthoheit für das Territorium der DDR hatten noch die sowjetischen Organe. Die Abwicklung des Luftverkehrs lag in deutschen Händen unter der Verantwortung der Generaldirektion Kraftverkehr und Straßenwesen. 1954 wurde im Verkehrsministerium ein Hauptreferat Luftfahrt gegründet.
Eigener Luftverkehr
Nachdem die Regierung der UdSSR am 25. März 1954 die volle Souveränität der DDR einschließlich der Lufthoheit erklärt hatte, konnte man dort an die Einrichtung eines eigenen Luftverkehrs denken. Dazu musste die Zuständigkeit der DDR-Organe wie auch die Frage der Mitbenutzung des unter sowjetischer Verwaltung stehenden Flughafens Berlin-Schönefeld festgelegt werden. Die sowjetische Seite zog zunächst den alten Flugplatz Berlin-Adlershof in Erwägung…
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Titelabbildung: Messeflugverkehr zwischen Leipzig und Berlin, Frühjahrsmesse 1956.
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