Zeitungsdrucksache: Portosparender Versand

Zeitungsdrucksache: Portosparender Versand

Schon in der Vorphilatelie besorgte die Post den Transport von Zeitungen und Zeitschriften. Letztere schauten zwar damals den Zeitungen sehr ähnlich. Man trennte aber früh zwischen Publikationen, die aktuelle Nachrichten enthielten, auf der einen und allgemein oder wissenschaftlich informierenden sowie rein unterhaltenden Veröffentlichungen auf der anderen Seite. Postalisch wichtig war zudem, dass Letztere seltener erschienen. Ob sie den bereits im 18. Jahrhundert belegten Begriff „Zeitschrift“ verwendeten oder sich „Journal“, „Annalen“ oder anderweitig titulierten, spielte dabei keine Rolle.
Ebenso unabhängig vom Titel forderten die Verleger schon früh von der Post Sonderkonditionen. Eine gewisse Berechtigung gab es dafür, lieferten sie doch regelmäßig und planbar Sendungen in großer Stückzahl ein. Das Abonnement ist schließlich auch günstiger als der Einzelkauf jeder Ausgabe. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus eine indirekte Pressesubventionierung. Solange die Postunternehmen staatlich waren, mussten sie ermäßigte Gebühren für den Zeitungs- und Zeitschriftenversand erheben. Im Regelfall erfolgte ein interner Ausgleich, das heißt, der Gebührenausfall wurde über normal bezahlte Postsendungen wieder hereingeholt. Es lag also eine Quersubventionierung vor, auch wenn man sie nicht offen benannte…

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Titelabbildung: Seit den Tagen des Völkerbundmandats besteht im Saarland die Arbeitskammer, deren heutige Form auf ein Gesetz von 1951 zurückgeht. Ihr gehören alle Arbeitnehmer im Land an, also auch Grenzgänger aus Frankreich und Luxemburg. Weiterbildung und Rechtsberatung gehören ebenso zu den Aufgaben wie die arbeitsorientierte Forschung.

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Authored by: Torsten Berndt

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