Neuheiten Mai 2026: Sport, EUROPA-Briefmarken, Geschichte und Kunst
Am 7. Mai 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.
Für den Sport: Olympische/Paralympische Winterspiele – Skispringen, Parasnowboarden, Eishockey (zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe)
Zur Briefmarkenausgabe des Bundesministeriums der Finanzen vom 7. Mai 2026 gehören die Sportmarken des Jahres 2026. Der Erlös der drei Zuschlagsmarken dient der Stiftung Deutsche Sporthilfe.
Schon bei den ersten Olympischen Winterspielen, die 1924 im französischen Chamonix stattfanden, stellte Skispringen für Männer eine Disziplin dar. Seit den 22. Spielen des Jahres
2014 in Sotschi, Russland, werden Wettkämpfe für Frauen veranstaltet.
Parasnowboarden feierte bei den elften Paralympischen Spielen in Sotschi Premiere. Die ersten Weltmeisterschaften der Sportart fanden 2015 im spanischen La Molina statt.
Ein olympisches Eishockeyturnier wurde erstmals im Jahr 1920 bei den siebten Olympischen Sommerspielen in Antwerpen, Belgien, ausgetragen. Eishockey für Frauen war 1998 im japanischen Nagano olympische Disziplin.
Die finanzielle Unterstützung der Deutschen Sporthilfe für Athleten beträgt bis zu 800 Euro für Grundförderung und Berufsvorbereitung sowie Altersvorsorge.
Im Markenheft sind die Sportmarken vom 7. Mai 2026 nassklebend auch im Zusammendruck erhältlich.
Entwurf: Bettina Walter
Ersttag: 7. Mai 2026
Wert: 95 + 40 Cent (Skispringen), 110 + 45 Cent (Parasnowboarden), 180 + 55 Cent (Eishockeyspieler)
Michel-Nr.: 3965 (Skispringen), 3966 (Parasnowboarden), 3967 (Eishockey) Auch im Markenheftchen MH 134 mit Heftchenblatt 62, enthaltend die Zusammendrucke W 182 (3965 + 3966), W 183 (3965–3967) und W 184 (3966 + 3967)
Philotax-Nr.: 3840–3842
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151400140 (95 + 40 Cent), 151400142 (110 + 45 Cent), 151400141 (180 + 55 Cent), 151400145 (Markenset postfrisch), 000145EW5 (Markenset gestempelt), 151400144 (Zusammendruck postfrisch ohne linken Rand), 000144EW5 (Zusammendruck gestempelt ohne linken Rand)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, blaue Berge der Markenmotive, „Mit Briefmarken Sportlerinnen und Sportlern helfen“, „Gutes tun Mit Briefmarken helfen.“
EUROPA: 70 Jahre EUROPA-Briefmarken
Am 15. September 1956 brachten die Gründungsstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die ersten EUROPA-Marken heraus. Das Motiv der Postwertzeichen, die Belgien, Frankreich, Italien und Deutschland, Luxemburg und die Niederlande veröffentlichten, stammte vom spanischen Künstler Daniel Gonzague.
Die EGKS existierte seit 1951, um gemeinsame Bestimmungen für die Stahl- und Kohleproduktion zu formulieren. Auch „Montanunion“ genannt, ging sie 2002 in der Europäischen Union (EU) auf.
1960 gründeten die Postverwaltungen von 19 europäischen Staaten in Montreux, Schweiz, die Conférence Européenne des Administrations des Postes et des Télécommunications (CEPT), „Europäische Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation“. Die EUROPA-Marken lagen bis 1992 in ihren Händen.
Bis 1973 trugen die EUROPA-Marken aller Länder dasselbe Motiv. Anschließend erschienen unterschiedliche Entwürfe, die jedoch einem vereinbarten Thema folgten. Zum 25. Jubiläum im Jahr 1984 erhielten die EUROPA-Marken erneut ein gemeinsames Motiv.
1993 entstand PostEurop. Die Vereinigung besteht aus 53 europäischen Postunternehmen. Ein Mal pro Jahr organisiert sie die Ausgabe der EUROPA-Marken. Der Sitz von PostEurop befindet sich in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Die Gemeinschaft gehört zum Weltpostverein.
Das Bundesministerium der Finanzen zeigt auf seiner EUROPA-Marke des Jahres 2026 einen Entwurf von Klaus Welp. Es handelt sich um den Gewinner des Wettbewerbs „70 Jahre EUROPA-Marke – Vereint in Integrität, Zusammenarbeit, Vielfalt, Kreativität, Innovation, Einzigartigkeit und Leidenschaft“. Das Motiv reichte die finnische Posti Group ein.
Entwurf: Hanno Schabacker, Motiv: Klaus Welp
Ersttag: 7. Mai 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3968
Philotax-Nr.: 3843
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105583
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 46,40 x 34,60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, Muster des Markenmotivs in Rot und Violett
Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus: Eva Mamlok (1918–1944)

Seit dem 10. Oktober 2011 erinnert in der Neuenburger Straße in Berlin-Kreuzberg ein Gedenkstein an Eva Mamlok, MiNr. 3969.
Mit einer Sondermarke würdigt das Bundesministerium der Finanzen Eva Mamlok. Nach Werten für Elisabeth von Thadden (MiNr. 3863) und Donata Helmrich (MiNr. 3921) vom 2. November 2024 und 7. August 2025 handelt es sich um die dritte Ausgabe in der Serie „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“.
Eva Mamlok wurde am 6. Mai 1918 in Berlin geboren. Ihre Eltern Martha und Albert betrieben eine Wein- und Spirituosenhandlung.
Am 21. November 1934 nahm Mamlok an einer Aktion der vom nationalsozialistischen Regime verbotenen Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) teil: Sie legte Blumen auf den Gräbern Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts ab.
Beide waren führende Mitglieder der KPD. Sie wurden am 15. Januar 1919 von Anhängern der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, einem rechtsgerichteten Großverband der Preußischen Armee, ermordet.
Die Jüdin Mamlok wurde verhaftet und am 20. Dezember 1934 in das Konzentrationslager Moringen gebracht. In der Gegenwart gehört Moringen zum Bundesland Niedersachsen. Am 8. Mai 1935 kam Mamlok frei.
Ab 1940 musste sie Zwangsarbeit in der Kreuzberger Fabrik der F. Butzke Schrauben-Industrie und Fassondreherei GmbH leisten. Wie einige Kolleginnen las sie von den Nazis verbotene Literatur.
Mamlok wurde denunziert und in das Konzentrationslager Riga-Kaiserwald, heute Lettland, deportiert. Im Konzentrationslager Stutthof beim heute polnischen Danzig starb sie am 23. Dezember 1944 an den Folgen von Unterernährung und mangelnder medizinischer Versorgung.
Entwurf: Prof. Daniela Haufe, Prof. Detlef Fiedler (Cyan), Foto © Wolfgang Kaleck
Ersttag: 7. Mai 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3969
Philotax-Nr.: 3844
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105584
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Weiß, Orange und Blau des Markenmotivs
125 Jahre Mathildenhöhe Darmstadt
Die Mathildenhöhe Darmstadt gehört seit dem 24. Juli 2021 zum Welterbe der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization). Es handelt sich um eine zwischen 1899 und 1914 auf einer Fläche von 5,37 Hektar entstandene Künstlerkolonie in der heute zum Bundesland Hessen gehörenden Stadt Darmstadt.
Initiator und Mäzen der Mathildenhöhe Darmstadt war Großherzog Ernst Ludwig von Hessen. Er beauftragte Peter Behrens, Paul Bürck, Rudolf Bosselt, Hans Christiansen, Ludwig Habich, Patriz Huber und Joseph Maria Olbrich, Wohnhäuser und Ateliers sowie Gärten mit Brunnen und Skulpturen zu konzipieren.
Als Vertreter des Jugendstils der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert strebten die sieben Künstler eine Verschmelzung von Kunst und Leben an. Es entstanden mehr als ein Dutzend Häuser, etwa das Ausstellungsgebäude, das Ernst Ludwig Haus und die „Villa In Rosen“. Zu den Bauwerken der Künstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt gehören der Hochzeitsturm und die Russische Kapelle, der Bacchusbrunnen, der Platanenhain und der Gartenpavillon (Schwanentempel).
Entwurf: Luzia Hein, Illustration verschiedener Symbole der Künstlerkolonie Mathildenhöhe, Vorlage Gläser: Joseph Maria Olbrich, Doppelseite zum Speisezimmer mit Vignetten zu Gläsern und Veilchenvase aus dem Katalog „Das Haus Olbrich“, 1901, Institut Mathildenhöhe/ Städtische Kunstsammlung Darmstadt, Inv.Nr. 3189 BK
Ersttag: 7. Mai 2026
Wert: 290 Cent
Michel-Nr.: 3970
Philotax-Nr.: 3845
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105585
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Enschedé Stamps, Haarlem
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, graue Linie, blau und weiße Quadrate
Abbildungen: © Deutsche Post AG









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