1956: Olympische Spiele Melbourne

1956: Olympische Spiele Melbourne

Sagt Ihnen der Name Therese Zenz etwas? Zugegeben, die Frage ist reichlich gemein, denn der Kanu-Sport erreicht vielleicht nicht so ganz die Popularität des Eishockeys, Handballs oder gar Fußballs. Im Einerkajak belegte Therese Zenz über 500 Meter den zweiten Platz, gewann also Silber. 1956 nahm sie an den Olympischen Sommerspielen in Melbourne teil und schrieb sich als einzige Medaillengewinnerin ihres Heimatlandes in die Geschichtsbücher ein. Dieses Heimatland gibt es bis heute und zugleich nicht mehr.

Da Zeitschriftenleser gewöhnlich als erstes auf die Abbildungen schauen, wird jetzt ein jeder wissen, dass Therese Zenz nur aus dem Saarland kommen konnte. Als sich die Sportler in der Hauptstadt Victorias maßen, gehörte das Saarland noch für wenige Wochen zu den selbstständigen Staaten. Es war Mitglied des Europarates, des Weltfußballverbandes – für die Weltmeisterschaft in der Schweiz, 1954, qualifizierte sich die Bundesrepublik Deutschland gegen Norwegen und das Saarland – und des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Dieses erkannte das 1950 geschaffene Nationale Olympische Komitee des Saarlandes unverzüglich an, anders als das Nationale Olympische Komitee der DDR, das erst 1955 provisorisch in das IOC aufgenommen wurde…

Mehr über das Olympiajahr 1956, als eine gesamtdeutsche Mannschaft nach Melbourne reiste, verrät Ihnen Torsten Berndt in der DBZ 20/2026. Das Heft ist am 7. Oktober 2026 erschienen. Abonnenten erhalten es immer etwas früher und sparen auch noch Geld dabei.

Titelabbildung: Einen Blick auf die Philatelie im Olympiajahr wirft dieser Brief. Seinerzeit waren solche bunten Frankaturen ebenso gefragt wie heute eine portogerechte Mehrfachfrankatur auf einem eigenhändigen Einschreiben mit Rückschein zu einem Ziel in der Südsee. Mit 59 statt 50 Francs ist der Brief deutlich überfrankiert (MiNr. 371–375).

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Authored by: Torsten Berndt

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