Heftige Portoerhöhung ab Januar zu erwarten
In luftige Höhen dürfte das Porto bei der Deutschen Post im kommenden Jahr steigen. Ist eine Portoerhöhung ohnehin zu erwarten gewesen, hat die Bundesnetzagentur jetzt den Spielraum veröffentlicht, den die Deutsche Post für eine Portoerhöhung nutzen darf. Demnach kann das Briefporto zum Januar 2027 um 20,35 Prozent steigen. Das könnte bis 1,15 Euro Porto für einen Standardbrief im Inland bedeuten, je nachdem, wie die Post den Spielraum nutzt. „Wesentlicher Grund für das steigende Porto sind die stark abnehmenden Briefmengen“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur: „Wenn die Kosten unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auf weniger Briefe zu verteilen sind, steigen die Preise. Die Bundesnetzagentur ist gleichzeitig unter den geforderten Anpassungen der Deutschen Post AG geblieben und hat diverse geltend gemachte Positionen nicht berücksichtigt.“
Neue Porti nach Entgeltverfahren
Die Deutsche Post AG hatte im Maßgrößenverfahren einen höheren Spielraum für Anpassungen gefordert und auf die gestiegenen Wertschöpfungs- und Gemeinkosten bei gleichzeitig sinkenden Briefmengen verwiesen. Wie die Post die Spielräume bei der Preissetzung für die konkreten Produkte innerhalb der drei Körbe nutzt, obliegt ihrer unternehmerischen Entscheidung. Es ist möglich, die Preise einzelner Produkte stärker und andere wiederum schwächer anzuheben. Die neuen Porti werden in einem sich anschließenden Entgeltverfahren genehmigt. Die neuen Porti sollen ab dem 1. Januar 2027 für zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2028 gelten.
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Titelabbildung: Deutsche Post AG

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