Neuheiten November 2026: Weihnachten und Winter, Geschichte und Politik
Am 2. November 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.
Weihnachten: Kirchenfenster

Bei den jährlichen Weihnachtsmarken handelt es sich um Zuschlagsmarken: Der Zuschlagserlös kommt der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freie Wohlfahrtspflege (BAFW) zugute, MiNr. .
Am 2. November 2026 veröffentlicht das Bundesministerium der Finanzen neue Briefmarken. Zur Ausgabe gehört die diesjährige Weihnachtsmarke. Wie in den Vorjahren, präsentiert sie ein Glaskunstwerk aus einer Kirche. Die erste Weihnachtsmarke zugunsten der Wohlfahrtspflege erschien am 13. November 1969 (MiNr. 610). Der Zuschlagserlös der Weihnachtsmarken dient sozialen Projekten der Wohlfahrtsverbände, Kindergärten und Jugendeinrichtungen, der Betreuung alter, kranker und behinderter Menschen sowie Hilfen für Opfer von Kriegen und Naturkatastrophen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände besteht aus den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege: der Diakonie Deutschland, dem Deutschen Caritasverband, der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, der Arbeiterwohlfahrt und dem Deutschen Roten Kreuz.
Außerdem gehört der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband zur BAFW. Teil des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands sind unter anderem der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland, die Deutsche Aidshilfe, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Tafel Deutschland und der Weisse Ring.
Als Motiv der neuen Weihnachtsmarke dient ein Fenster der Christuskirche Düneberg in Geesthacht. Die Stadt liegt im Bundesland Schleswig-Holstein. Sie zählt rund 34 000 Einwohner.
Die Christuskirche Düneberg steht im Geesthachter Stadtteil Düneberg. Sie entstand in den Jahren 1956 und 1957. Die Adresse lautet Neuer Krug 4.
Das Kirchenfenster schuf der Maler und Grafiker Claus Wallner. Es handelt sich um ein Beton-Dallglasfenster. Das Werk thematisiert die Geburt Christi. Zu sehen ist der Stern von Bethlehem. Sein Licht erhellt den Stall, in dem Jesus Christus in der biblischen Weihnachtsgeschichte geboren wird.
Wallner kam am 4. Juli 1926 in Berlin zur Welt. Er studierte an der Landeskunstschule Hamburg. Seit 1955 trägt sie den Namen Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK).
Wallner kreierte Fenster für zahlreiche Kirchen: das Ulmer Münster und die Hamburger Hauptkirche St. Petri sowie für die Petrikirche und die Stiftskirche in den niedersächsischen Städten Braunschweig und Bad Gandersheim. Auch in der Adventskirche, der St. Gertrud-Kirche, der St- Jürgen-Kirche, der Steinbecker Kirche und der St. Michael-Kirche in den Hamburger Stadteilen Schnelsen, Uhlenhorst, Langenhorn, Bilstedt und Bergedorf arbeitete Wallner. Der Künstler starb am 29. Juli 1979 in Hamburg.
In einem 10er-Folienblatt erscheint das Motiv der Weihnachtsmarke für 2026 auch in selbstklebender Form. Ein Erstverwendungsstempel wurde für 53113 Bonn aufgelegt.
Entwurf: Barbara Dimanski, Halle an der Saale, Weihnachtsfenster in der Christuskirche Düneberg (Geesthacht) Foto © Jan Petersen, Gestaltung des Kirchenfensters © Claus Wallner
Ersttag: 2. November 2026
Wert: 95 plus 40 Cent
Michel-Nr.: 3997, 4000 (selbstklebend) in FB 159
Philotax-Nr.:3872, 3876 (selbstklebend)
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151700151, 151708600 (FB postfrisch), 008600EW5 (FB gestempelt)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé Stamps, Haarlem
Größe: 34,60 x 34,60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, Teile eines gelben Sterns, „Gutes tun Mit Briefmarken helfen“
100 Jahre Friedensnobelpreis für Gustav Stresemann und Aristide Briand

Für die Annäherung Deutschlands und Frankreichs durch den Vertrag von Locarno erhielten Gustav Stresemann und Aristide Briand 1926 den Friedensnobelpreis, MiNr .
Mit einer Sondermarke begleitet das Bundesministerium der Finanzen das 100. Jubiläum der Verleihung des Friedensnobelpreises für Gustav Stresemann und Aristide Briand. Vom 5. bis zum 16. Oktober 1925 berieten Vertreter Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands, Belgiens, Italiens, Polens und der Tschecheslowakei in Locarno im Schweizer Kanton Tessin. Die erzielten Vereinbarungen wurden am 1. Dezember 1925 unterzeichnet. Die Verträge von Locarno traten am 10. September 1926 in Kraft.
Erreicht wurde Annäherung und Verständigung: Das Deutsche Reich erkannte die Grenze zu Frankreich und Belgien an, wie sie 1920 nach dem Ersten Weltkrieg im Friedensvertrag von Versaille bestimmt wurde. Bei einem Angriff zwischen den Parteien Frankreich und Belgien sowie andererseits Deutschland würden Großbritannien und Italien als Garantiemächte Unterstützung gegen den Agressor leisten.
Geboren wurde Stresemann am 10. Mai 1878 in Berlin. Zwischen 1898 und 1901 studierte er Nationalökonomie. Seit ihrer Gründung im Jahr 1917 gehörte Stresemann der Deutschen Volkspartei (DVP) an. Ab 1923 amtierte er sowohl als Reichskanzler wie als Außenminister. Er starb am 3. Oktober 1929.
Aristide Briand kam am 28. März 1862 in Nantes im Département Loire-Atlantique zur Welt. Sechs Mal amtierte der Sozialist als französischer Ministerpräsident. Das Außenministeramt hatte e von 1926 bis 1932 inne. Briand starb am 7. März 1932 in Paris.
Der Friedensnobelpreis geht auf den Sprengstoffentwickler und- fabrikanten Alfred Bernhard Nobel zurück, den Erfinder des Dynamits. Nobel kam am 21. Oktober 1833 in der schwedische Hauptstadt Stockholm zur Welt. Den größten Teil seines Vermögens vermachte der kinderlose Nobel 1895 einer Stiftung. Sie sollte Preise für die Arbeiten internationaler Wissenschaftler, Künstler und Politiker vergeben. Die Nobel-Stiftung wurde im Jahr 1900 gegründet.
Der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften gehörte Nobel seit 1884 an. Sie teilte er für Physik und Chemie ein. Das in den schwedischen Gemeinden Solna und Huddinge ansässige Karolinska-Institut für medizinische Forschung sollte den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin vergeben, die Schwedische Akademie die Auszeichnung für Literatur. Über den Nobelpreis für Friedensförderung entscheidet ein Komitee aus fünf Mitgliedern. Sie entstammen dem norwegischen Parlament.
Die Nobelpreise werden in Stockholm vergeben. Nur die Friedensnobelpreisverleihung findet in der norwegischen Hauptstadt Oslo statt. Als Datum der jährlichen Preisvergabe wählte die Stiftung den Todestag Alfred Nobels: den 10. Dezember 1896.
Entwurf: Detlef Behr, Köln, Copyright: © Foto Gustav Stresemann: akg-images/Keystone, Foto Aristide Briand: ullstein bild – Roger-Viollet/ Maurice Branger
Ersttag: 2. November 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3998
Philotax-Nr.: 3873
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105608
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: linke Seite gelb, rechte blau, „STERNSTUNDE DER DIPLOMATIE“, „DAUERHAFTER FRIEDEN“, „GLAUBE AN NEUE ZUKUNFT“, „DEUTSCHLAND IM VÖLKERBUND“, „SICHERHEITSGARANTIE“, „EUROPÄISCHE EINHEIT“, „LOCARNO 1925 NOBELPREIS 1926“, „ZIVILE KONFLIKTLÖSUNG“, „VERZICHT AUF GEWALT“
Lichterhirsch
Eine Sondermarke zeigt einen Hirsch in einer nächtlichen Winterlandschaft. An seinem Geweih ist eine bunte Lichterkette befestigt. Das Motiv stammt von Chayenn Gutowski. Sie setzte sich bei einem Designwettbewerb der Deutschen Post durch.
Das selbstklebende Motiv „Lichterhirsch” können Sammler im 10er-Folienblatt erwerben. Für 53113 Bonn wurde ein Erstverwendungsstempel aufgelegt.
Entwurf: Chayenn Gutowski, Bonn, Ein Hirsch mit bunter Lichterkette im Geweih © Chayenn Gutowski Ersttag: 2. November 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3999, 4001 (selbstklebend), FB 160
Philotax-Nr.: 3874, 3876 (selbstklebend)
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105606, 152302033 (FB postfrisch), 002033EW5 (FB gestempelt)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Fortsetzung des Motivhintergrundes
Abbildungen: © Deutsche Post AG
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