Neuheiten Juli 2026: Helden, Bayreuth, Flüchtlinge und Sonnenaufgang
Am 2. Juli 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.
Helden der Kindheit: Familie Feuerstein
Im Rahmen seiner Briefmarkenausgabe vom 2. Juli 2026 setzt das Bundesministerium der Finanzen seine Reihe „Helden der Kindheit“ fort. Jennifer Dengler kreierte ein Motiv, das die Hauptfiguren der Serie „Familie Feuerstein“, im Original „The Flintstones“, zeigt.
Die erste Folge der Zeichentrickserie strahlte der amerikanische Fernsehsender ABC (American Broadcasting Company) am 30. September 1960 aus. Nach sechs Staffeln endete sie am 1. April 1966. Insgesamt wurden 166 Folgen produziert. Sie dauerten jeweils 25 Minuten.
In Deutschland lief die „Familie Feuerstein“ im Deutschen Fernsehen, wie das Erste Deutsche Fernsehen von 1954 bis 1984 hieß. Der Termin der Erstausstrahlung war der 12. Oktober 1965.
Geschaffen wurde die „Familie Feuerstein“ von William Hanna und Joseph Barbera. William Denby Hanna Hanna kam am 14. Juli 1910 in Melrose zur Welt, das heute zum amerikanischen Bundesstaat New Mexiko gehört. Er arbeitete für das Harman and Ising Animation Studio. Danach zeichnete er für MGM (Metro-Goldwyn-Meyer).
Joseph Roland Barbera wurde am 24. März 1911 in New York geboren. Nach einer Anstellung als Zeichner bei Van Beuren Studios wechselte er 1932 zu Terrytoons, Inc. 1957 gründeten die beiden Hanna-Barbera Cartoons, Inc. Zu den Shows des Cartoon-Studios zählen Yogi Bear, in der deutschen Übersetzung „Yogi Bär“, und Scooby-Doo.
Im Mittelpunkt der Zeichentrickserie „Familie Feuerstein“ steht der Alltag von Fred Flintstone, in der deutschen Übersetzung „Fred Feuerstein“, seiner Ehefrau Wilma sowie ihrer Tochter Pebbles. Fred wurde von Alan Reed gesprochen, Wilma und Pebbles von Jean Vander Pyl. Weitere Protagonisten stellen die Nachbarn der Familie Feuerstein dar: Barney und Betty Rubble, deutsch „Barney und Betty Geröllheimer“ sowie ihr Sohn Bamm-Bamm. Als Sprecher wirkten Daws Butler, Bea Benaderet und Don Messick.
Entwurf: Jennifer Dengler, THE FLINTSTONES and all related characters and elements © & ™ Hanna-Barbera. (s26)
Ersttag: 2. Juli 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3976
Philotax-Nr.: 3951
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105605
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, rosa
Superhelden: The Flash
1935 gründete der Autor Malcolm Wheeler Nicholson in New York den Comic-Verlag National Allied Publications. Zwei Jahre später entstand daraus das Unternehmen DC („Detective Comics“). Batman, Wonder Woman und Green Lantern gehören zu den Superhelden des Verlags.
Auch The Flash, „der Blitz“, ist Teil des DC-Universums. Gezeichnet wurde er von Harry Lampert. Die Texte lieferte Gardner Fox. Sein Debüt feierte The Flash im ersten Heft der Reihe „Flash Comics“. Es erschien im Januar 1940. The Flash kann sich nicht nur extrem schnell bewegen, auch sein Denken verläuft in außergewöhnlichem Tempo.
Hinter dem Superhelden verbirgt sich der Student Jay Garrick. Seine Superkraft verdankt er dem versehentlichen Inhalieren von Deuteriumoxid, schwerem Wasser.
Entwurf: Jan-Niklas Kröger, Thomas Steinacker
Ersttag: 2. Juli 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3977
Philotax-Nr.: 3952
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105590
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: gepunktete Flächen in Grautönen und Weiß
150 Jahre Bayreuther Festspiele
Nachdem er 1843, 1845, 1850, 1865 und 1868 Erfolge mit seinen Opern „Der fliegende Holländer“, „Tannhäuser“, „Lohengrin“, „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ gefeiert hatte, wünschte sich der Komponist Richard Wagner ein Theater, in dem nur seine Werke gespielt würden.
1871 entschied er sich für den Standort Bayreuth. Der Bau eines Festspielhauses begann am 22. Mai 1872. Als Unterstützer wirkte König Ludwig II. von Bayern.
Bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele wurde der „Der Ring des Nibelungen“, genannt „Der Ring“, gespielt. Die Tetralogie besteht aus Wagners Musikdramen „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“.
Zum Publikum gehörten zahlreiche Prominente: die Komponisten Liszt, Anton Bruckner, Peter Tschaikowski und Edvard Grieg sowie die Schriftsteller Lew Tolstoi und Friedrich Nietzsche. Hinzu kamen der deutsche Kaiser Wilhelm I. und der brasilianische Kaiser Pedro II. sowie König Karl von Württemberg und Ludwig II.
Mit der Uraufführung von „Parsifal“ begannen am 26. Juli 1882 die zweiten Bayreuther Festspiele. Es handelt sich um Wagners letzte Oper. Er starb am 13. Februar 1883.
Die Leitung der Bayreuther Festspiele übernahm seine Witwe Cosima Freifrau von Bülow. Auf sie folgte 1908 ihr Sohn Siegfried, 1930 seine Witwe Winifred. Unter der nationalsozialistischen Diktatur trugen die Bayreuther Festspiele ab 1940 den Namen „Kriegsfestspiele“. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielten Wieland und Wolfgang Wolfgang Wagner die Leitung.
1949 wurde die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gegründet, um die Finanzierung der Festspiele zu garantieren. Seit 1973 ist die Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth Träger des Bayreuther Festspielhauses. Neben der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth gehören die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, die Bayerische Landesstiftung, die Oberfrankenstiftung, der Bezirk Oberfranken und Mitglieder der Familie Wagner zur Stiftung.
Entwurf: Susann Stefanizen
Ersttag: 2. Juli 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3978
Philotax-Nr.: 3953
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105591
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig
Größe: 46,40 x 34,60 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: grau, in violette, blaue, gelbe und schwarze Dreiecke geteilte Vierecke in den Ecken des Bogens
75 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist für alle 149 Staaten, die sie unterzeichnet haben, verpflichtend, MiNr. 3979.
Mit einer Sondermarke würdigt das Bundesministerium der Finanzen das 75-jährige Bestehen der Genfer Flüchtlingskonvention. Das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ wurde am 28. Juli 1951 während einer Sonderkonferenz der Vereinten Nation in Genf unterzeichnet.
Die Genfer Flüchtlingskonvention definiert, wer ein Flüchtling ist und welcher rechtliche Schutz ihm zusteht. Bereits am 14. Dezember 1850 gründeten die Vereinten Nationen das Flüchtlingshilfswerk, englisch „United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR)“. Es soll für die Umsetzung der Genfer Flüchtlingskonvention sorgen.
Entwurf: Sebastian König
Ersttag: 2. Juli 2026
Wert: 330 Cent
Michel-Nr.: 3979
Philotax-Nr.: 3954
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105592
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, Blautöne
Deutschlands schönster Sonnenaufgang
Am 29. August 2025 lud die Deutsche Post in einem Wettbewerb professionelle Fotografen und Hobbyfotografen dazu ein, Sonnenaufgänge festzuhalten und ihre Bilder einzuschicken. Knapp 1200 Fotografien erreichten eine Jury aus Experten. Sie wählte zehn Fotos von Sonnenaufgängen aus. Zwischen dem 23. Oktober und 11.November 2025 konnte die Öffentlichkeit den schönsten küren.
Als Sieger erhielt eine Fotografie von Banu Erkan 21 Prozent aller Stimmen. Sie lichtete einen Sonnenaufgang über den Koldinger Seen nahe der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover ab. Chayenn Gutowski gestaltete mit dem Foto das Motiv einer 95-Cent-Sondermarke.
Entwurf: Chayenn Gutowski
Ersttag: 2. Juli 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3980
Philotax-Nr.: 3955
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105593
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé Stamps, Haarlem
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Teile des Markenmotivs
Abbildungen: © Deutsche Post AG
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