Neuheiten Januar 2026: Tiere und Transportmittel, Literatur und Musik

Neuheiten Januar 2026: Tiere und Transportmittel, Literatur und Musik

Am 8. Januar 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.

Beliebte Haustiere: Vogel

Briefmarke Deutschland Beliebte Haustiere Vogel

Stempel Berlin Beliebte Haustiere VogelDie ersten Briefmarken des Jahres 2026 verausgabt das Bundesministerium der Finanzen am 8. Januar. Nach der Katze am 2. Februar 2023 (MiNr. 3748), dem Hund am 4. Juli 2024 (MiNr. 3837) und dem Kaninchen am 3. April 2025 (MiNr. 3899) dient ein Vogel als Motiv einer neuen Sondermarke der Serie „Beliebte Haustiere“.
Es handelt sich um ein Exemplar der Art Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) aus der Gattung der Unzertrennlichen (Agapornis) und der Ordnung der Papageien (Psittaciformes). Die Vögel werden 15 Zentimeter lang und erreichen ein Gewicht von 46 bis 63 Gramm.
Den Namen tragen die Unzertrennlichen aufgrund ihres Beziehungsverhaltens: Die Papageien leben in Paaren und zeigen ihre Zuneigung einander ausgiebig.
Der Name „Agapornis“ setzt sich aus den griechischen Wörtern „agape“ und „ornis“ für „Liebe“ und „Vogel“ ab. In englischer Sprache tragen die Vögel den Namen „Lovebirds“.
Rosenköpfchen stammen aus Südwestafrika. In Gruppen von 5 bis 20 Tieren leben sie auf trockenen Waldflächen, Steppen und Savannen. Rosenköpfchen ernähren sich von Grassamen, Sonnenblumenkernen, Hirse und Mais. In manchen Regionen jagen sie Mäuse.

Stempel Bonn Beliebte Haustiere Vogel

Entwurf: Thomas Steinacker, Bildrechte: © Andrey Sayfutdinov/shutterstock.com
Ersttag: 8. Januar 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3942
Philotax-Nr.: 3817
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105574
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: pink, Auschnitte des Markenmotivs

Zeitreise Deutschland: Wuppertaler Schwebebahn

Briefmarke Deutschland Wuppertaler Schwebebahn

Stempel Berlin Wuppertaler SchwebebahnDie Wuppertaler Schwebebahn wurde zwischen 1898 und 1903 errichtet. Es handelt sich weltweit um die älteste Einschienenbahn, die in der Gegenwart noch in Betrieb ist. Als erster Teil wurde am 1. März 1901 die viereinhalb Kilometer lange Strecke zwischen den Stationen „Zoologischer Garten“ und „Kluse“ eingeweiht. Bereits am 24. Oktober 1900 unternahm Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gemahlin Auguste Viktoria eine Fahrt.
Die Strecke zwischen den Stationen Zoo und Vohwinkel nahm am 24. Mai 1901 den Betrieb auf. Am 27. Juni 1903 folgte der Abschnitt Kluse-Rittershausen (Oberbarmen).
Das Konzept der Wuppertaler Einschienenbahn stammte von Eugen Langen (1833–1895). Er studierte Maschinenbau am Karlsruher Polytechnikum. Mit Nicolaus August Otto (1832–1891), dem Entwickler des Ottomotors, einem Verbrennungsmotor, gründete er die Motorenfabrik N.A. Otto & Cie, die 1872 in die Aktiengesellschaft Gasmotoren-Fabrik Deutz AG überging.
Beim Bau der Wuppertaler Schwebebahn wurden 19 200 Tonnen Eisen verwendet. Die Kosten beliefen sich auf rund 16 Millionen Goldmark.
Die Wuppertaler Schwebebahn steht seit 1997 unter Denkmalschutz. Heute umfasst sie 20 Stationen auf 13,3 Kilometern Strecke. Etwa zehn Kilometer führen über den Fluss Wupper.
Zum 125. Jubiläum der Wuppertaler Schwebebahn erscheint eine Sondermarke der Reihe „Zeitreise Deutschland“. Es zeigt ein Foto von 2025 und eines aus dem Jahr 1901.
Bereits am 6. April 1976 gab die Deutsche Bundespost eine Sondermarke zum 75. Jubiläum der Schwebebahn aus (MiNr. 881). Am 8. März 2001 folgte das Sonderpostwertzeichen „100 Jahre Wuppertaler Schwebebahn“ (MiNr. 2171).

Stempel Bonn Wuppertaler SchwebebahnEntwurf: Chayenn Gutowski, Thomas Steinacker, Bildrechte: © Wuppertaler Stadtwerke, © Frank Gleitsmann
Ersttag: 8. Januar 2026
Wert: 110 Cent
Michel-Nr.: 3943
Philotax-Nr.: 3818
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105568
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, „Zeitreise“, „2024“, „2025“, „2026“, „2027“, „1900“, „1901“, „1903“

250. Geburtstag E.T.A. Hoffmann

Briefmarke Deutschland ETA Hoffmann

Parallel zu seinem Schaffen als Autor komponierte E. T. A. Hoffmann nicht nur, sondern arbeitete auch als Jurist, MiNr. 3944.

Stempel Berlin ETA HoffmannMit einer Sondermarke ehrt das Bundesministerium der Finanzen den Schriftsteller E.T.A. Hoffmann. Seine Erzählungen werden der Romantik zugeordnet. Sie thematisieren die Grenzen von Realität und Normalität, Traum und Fantasie, Vernunft und Unheimlichem.
Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann kam am 4. Januar 1776 in Königsberg zur Welt, das zur preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Heute heißt die russische Stadt Kaliningrad. Den Künstlernamen „E.T.A. Hoffmann“ wählte er, dessen dritter Vorname mit einem „W“ begann, aufgrund seiner Verehrung für den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.
Hoffmann folgte dem Vorbild seines Vaters und studierte an der Albertus-Universität in seinem Geburtsort Rechtswissenschaft. Der ausgebildete Organist arbeitete als Musiklehrer und komponierte Singspiele, etwa 1799 „Die Maske“. Beim Kapellmeister Johann Friedrich Reichardt nahm er Kompositionsstunden.
Seine juristische Karriere begann Hoffmann 1798 am Berliner Kammergericht. Im Jahr 1800 legte er das dritte Examen ab, die Voraussetzung für eine Tätigkeit in höheren Gerichten.
In Posen, heute Teil der polnischen Woiwodschaft Großpolen, arbeitete Hoffmann als Richter. 1801 führte die Posener Schauspielgesellschaft sein Singspiel „Scherz, List und Rache“ auf.
Am 26. Juli 1802 heiratete Hoffmann Marianne Thekla Michalina Rorer. Für einen Karnevalsumzug fertigte er Karikaturen ortsansässiger Adeliger und Militärangehöriger an. In Folge des Skandals wurde er in die kleine Stadt Plock, heute Płock in der Woiwodschaft Masowien, versetzt.
Um die Position eines Regierungsrats anzutreten, zog Hoffmann 1804 nach Warschau, die heutige Hauptstadt Polens. 1805 wurde seine Tochter Caecilia geboren. Sie starb bereits 1807.
Als Mitgründer der Warschauer Musikalischen Gesellschaft dirigierte er bei Konzerten Orchester. Am Deutschen Theater Warschau wurde am 6.April 1805 „Die lustigen Musikanten“ uraufgeführt. Die Musik zum Singspiel des Schriftstellers Clemens Brentano stammte von Hoffmann.
Im November 1806 geriet Warschau unter die Kontrolle des französischen Diktators Napoleon. Hoffmann siedelte nach Berlin um. 1808 ergatterte er eine Stelle beim Bamberger Theater als Musikdirektor und Dramaturg. Außerdem unterrichtete er erneut. Für die Leipziger Allgemeine musikalische Zeitung schrieb Hoffmann Musikkritiken.
1814 veröffentlichte der Bamberger Verlag Kunz „Fantasiestücke in Callot’s Manier“, eine Sammlung von Texten, zu der das Märchen „Der goldne Topf“ gehörte. Der Titel bezog sich auf den französischen Zeichner, Kupferstecher und Radierer Jacques Callot, der in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Darstellungen menschlicher Grausamkeit schuf. 1815 gab der Verlag Duncker und Humblot mit Sitz in Berlin den Roman „Die Elixiere des Teufels“ heraus. Hoffmans Oper „Undine“ wurde 1816 im Berliner Nationaltheater uraufgeführt.
1816 erhielt er in Berlin eine Stelle als Rat des Kammergerichts. Die Berliner Realschulbuchhandlung veröffentlichte „Der Sandmann“, die erste von acht Erzählungen des Zyklus „Nachtstücke“.
In „Der Sandmann“ fürchtete sich der Protagonist Nathanael als Kind vor der unheimlichen Figur des Sandmanns, nachdem ihm sein Kindemädchen erzählte, dass er Kindern die Augen stehle. Er glaubte, es handele sich um den Rechtsanwalt Coppelius, mit dem sein Vater ein tödliches alchemistisches Experiment durchführte. Jahre später ergreifen die Ängste und Verlustgefühle den erwachsenen
Nathanael.
Ab 1818 litt Hoffmann an einer fortschreitenden Lähmung, die nach den Beinen und Füßen seine Hände und weitere Teile des Körpers ergriff, bis sich eine Atemlähmung einstellte. Er starb am 25. Juni 1822 in Berlin.
Kurz vorher erschien „Meister Floh – Ein Märchen in sieben Abenteuern zweier Freunde“. Der Roman „Lebensansichten des Katers Murr“ kam 1819 beim Berliner Dümmler-Verlag heraus.
E.T.A. Hoffmanns Grab befindet sich auf den Friedhöfen vor dem Halleschen Tor im Berliner Ortsteil Kreuzberg. 1952 erhielt es den Status eines Ehrengrabes des Landes Berlin.
Zum 150. Todestag Hoffmanns verausgabte die Deutsche Bundespost am 18. Mai 1972 eine Sondermarke (MiNr. 426).

Stempel Bonn ETA HoffmannEntwurf: Serge Rompza, Portrait E.T.A. Hoffmann: Ätzradierung von Pavel Pawlinow aus dem Jahr 1922, Digitalisate des Portraits und der Unterschrift: Staatsbibliothek Bamberg, Signatur VI E 526 und Autogr. H 79, Foto: Gerald Raab
Ersttag: 8. Januar 2026
Wert: 110 Cent
Michel-Nr.: 3944
Philotax-Nr.: 3819
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105569
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Giesecke + Devrient Currency Technology GmbH, Leipzig
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: gelb, weiß, „Das öde Haus“, „Prinzessin Blandina“, „Lebensansichten des Katers Murr“, „Der Sandmann“, „Nussknacker und Mäusekönig“

Abbildungen: © Deutsche Post AG


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Authored by: Marius Prill

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