Neuheiten Juni 2026: Urlaub, Entdeckungen, Wehrdienst und Fußball
Am 11. Juni 2026 erscheinen die neuen Sondermarken aus dem Ausgabeprogramm der Deutschen Post.
Beliebte Urlaubsziele der Deutschen: Alpen
Am 6. Juni 2024 behandelte eine Sondermarke (MiNr. 3831) die Insel Sylt (siehe DBZ 10/2024). Ein Wert (MiNr. 3909) stellte am 5. Juni 2025 die spanische Insel Mallorca vor (DBZ 11/2025).
Die dritte Marke der Serie „Beliebte Urlaubsziele der Deutschen“ widmet das Bundesministerium der Finanzen den Alpen. Sie ist Teil der Sondermarkenausgabe vom 11. Juni 2026.
Urlaube in den Alpen sind sowohl im Sommer als auch im Winter attraktiv. Als Aktivitäten bieten sich Wandern und Klettern, Mountainbike, Ski und Snowboard an.
In Deutschland stellen die Bayerischen Alpen bei Garmisch-Partenkirchen und nahe der Zugspitze, im Bertechsgadener Land beim Königssee und nahe des Watzmanns sowie das Allgäu mit Schloss Neuschwanstein in der Gemeinde Schwangau beliebte Ziele dar.
In Österreich zählen die Gebirgsgruppe der Hohen Tauern in den Bundesländern Salzburg, Kärnten und Tirol mit dem Großglockner, das Zillertal im Bundesland Tirol sowie das Salzburger Land mit dem Wolfgangssee und Fuschlsee zu den bekannten Destinationen.
Zu den Schweizer Alpen gehört die Gebirgsgruppe der Walliser Alpen mit dem Matterhorn im Kanton Wallis. Das Motiv der Briefmarke vom 11. Juni 2026 zeigt die Jungfrau-Region im Berner Oberland, Kanton Bern.
Der Gardasee erfasst die italienischen Regionen der Lombardei, Venetien und Trentino-Südtirol. Es handelt sich um einen Alpenrandsee zwischen den Alpen und der Po-Ebene. Sie ist nach dem Po benannt, dem mit 652 Kilometern längsten Fluss in Italien.
Die Stadt Cortina d’Ampezzo in Venetien ist beim Dreigestirn Tofane angesiedelt. Das Massiv gehört zur Gebirgsgruppe der Dolomiten, die Venetien und Trentino-Südtirol umfassen.
Entwurf: powerbrand marketing, Aaliyah Pauler, Bettina Walter, Fotos: Murmeltiere © istockphoto.com/Christopher Broman Tak, Bergpanorama © istockphoto.com/ JaySi, Gras © istockphoto.com/Wirestock
Ersttag: 11. Juni 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3971
Philotax-Nr.: 3846
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105586
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: grün, weiße gestrichelte Linien, „Beliebte Urlaubsziele“
Der Mensch als Entdecker: Marianengraben

Bei den Ausgaben der neuen Serie handelt es sich um Kryptobriefmarken: Die physischen Postwertzeichen verfügen über digitale Pendants in der Blockchaintechnologie, MiNr. 3972.
Am 11. Juni 2026 startet das Bundesministerium der Finanzen eine neue Sondermarkenreihe. Sie widmet sich Erkenntnissen und Ereignissen, die das Verständnis der Menschheit von der Welt maßgeblich verändert haben.
Beim Marianengraben handelt es sich um eine Tiefseerinne. Sie befindet sich im Pazifischen Ozean 2000 Kilometer östlich der Philippinen. Der Marianengraben ist ca. 2500 Kilometer lang. Mit 10 983 Metern wurde 200 Seemeilen südwestlich der Insel Guam der tiefste Punkt der Weltmeere im Marianengraben gemessen.
Entdeckt wurde der Marianengraben am 23. März 1875 vom britischen Forschungsschiff HMS Challenger. Seinen Namen hat er von Maria Anna von Habsburg. Von 1649 bis 1665 war sie als Ehefrau Philipp IV. Königin von Spanien.
Am 23. Januar 1960 tauchten die Meeresgeografen Jacques Piccard und Don Walsh als erste Menschen mit dem Unterseeboot Trieste im Marianengraben. Sie erreichten eine Tiefe von 10 916 Metern.
Das Design der Sondermarke „Marianengraben“ stammt von Jan-Niklas Kröger. Außerdem war eine Künstliche Intelligenz (KI) beteiligt.
Die selbstklebende Kryptomarke „Marianengraben“ ist in Booklets vier verschiedener Farben erhältlich. Die NFTs entsprechen den Farben der Booklets.
Wenn man ein Booklet beim Service-und Versandzentrum der Post in Weiden, Bayern, bestellt, lässt sich die Farbe nicht wählen, sondern sie wird zugeteilt (siehe DBZ 11/2026, S. 8).
Entwurf: Thomas Steinacker, Jan-Niklas Kröger, Illustration: DALL-E
Ersttag: 11. Juni 2026
Wert: 180 Cent
Michel-Nr.: 3972, 3975 (selbstklebend) in MH 135 (Booklets mit vier verschiedenen Designs)
Philotax-Nr.: 3847, MH 295
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105588, 150305588 (Booklet mit MiNr. 3975)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé Stamps, Haarlem
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: dunkle Blautöne, „KI: KÜNSTLICHE INTELLIGENZ“
25 Jahre Frauen im Waffendienst der Bundeswehr
1996 bewarb sich die Elektronikerin Tanja Kreil als Soldatin bei der Bundeswehr. Mit Verweis auf Artikel 12 a Absatz 4 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland lehnten das Kreiswehrersatzamt und das Zentrum für Nachwuchsgewinnung ihren Antrag ab.
Der Artikel besagte, dass Frauen ab dem 18. bis zum 55. Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation herangezogen werden dürfen. Er legte jedoch fest: „Sie dürfen auf keinen Fall Dienst mit der Waffe leisten.“
Der Europäische Gerichtshof entschied am 11. Januar 2000, dass die Ablehnung Kreils gegen die Richtlinie der Europäischen Union (EU) zur Gleichstellung von Männern und Frauen verstieß. Stattdessen müssen Frauen Zugang zum Dienst an der Waffe haben.
Artikel 12 a Absatz 4 wurde am 19. Dezember 2000 geändert. Dadurch haben Frauen die Möglichkeit, Berufssoldatinnen oder Soldatinnen auf Zeit zu werden.
Dies jedoch ausschließlich auf freiwilliger Basis, lautet der Artikel seitdem doch: „Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr können herangezogen werden, um zivilen Dienstleistungen zu dienen, jedoch dürfen sie nicht zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.“
Mehr als 13 Prozent der 186 000 Angehörigen des deutschen Militärs sind heute Frauen.
Entwurf: Michael Menge
Ersttag: 11. Juni 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3973
Philotax-Nr.: 3848
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105570
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Royal Joh. Enschedé Stamps, Haarlem
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: Figuren des Markenmotiv
Sommermärchen 2006
Vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 fand in Deutschland die 18. Fußballweltmeisterschaft der FIFA (Fédération Internationale de Football Association) statt. 32 Nationen nahmen teil. Das Motto der Weltmeisterschaft lautete: „Die Welt zu Gast bei Freunden“.
Als Austragungsorte dienten zwölf Städte: Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main und Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern und Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Rund 3 400 000 Zuschauer verfolgten die 64 Spiele.
Die deutsche Nationalmannschaft scheiterte im Halbfinale des Turniers an Italien. Das italienische Team besiegte im Finale Frankreich.
Am 5. Oktober 2006 kam der Dokumentarfilm „Deutschland. Ein Sommermärchen“ in die Kinos. Als Regisseur wirkte Sönke Wortmann. Am 25. August 1959 in Marl, Nordrhein-Westfalen, geboren, schloss er 1989 das Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München ab.
Mit „Der bewegte Mann“ von 1994 und „Das Superweib“ aus dem Jahr 1997 avancierte Wortmann zu einem renommierten Regisseur. Der Spielfilm „Das Wunder von Bern“ thematisierte 2003 den Sieg der deutschen Mannschaft bei der WM 1954 und die deutsche Gesellschaft der Nachkriegszeit.
Für „Deutschland. Ein Sommermärchen“ begleitete Wortmann die deutsche Nationalmannschaft ab dem Konföderationen-Pokal 2005. Das Turnier wurde zwischen dem 15. und 29. Juni 2005 in Deutschland ausgetragen.
Der Titel des Films spielt auf das Versepos „Deutschland. Ein Wintermärchen“ des Schriftstellers Heinrich Heine an. Es erschien 1844 beim Hamburger Verlag Hoffmann und Campe und setzte sich satirisch mit dem Militarismus und Nationalismus in Deutschland auseinander. 20 Jahre nach der WM 2006 veröffentlicht das Bundesministerium der Finanzen eine Sondermarke. Sie erinnert an die Begeisterung, die das Fußballturnier in Deutschland auslöste.
Entwurf: Professor Armin Lindauer
Ersttag: 11. Juni 2026
Wert: 95 Cent
Michel-Nr.: 3974
Philotax-Nr.: 3849
Bestellnr. Service- und Versandzentrum Weiden: 151105609
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 30,00 mm
Papier: gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Bogenrandgestaltung: weiß, deutsche Flagge
Abbildungen: © Deutsche Post AG
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